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Schweres Zugsunglück bei Bern fordert zwei Todesopfer und über 20 Verletzte

Ein Zugsunglück auf der Strecke Bern-Thun hat am Montagabend (01.11.) beim Berner Quartierbahnhof Weissenbühl zwei Tote und mehr als 20 Verletzte gefordert. Ein Pendelzug nach Thun rammte einen entgegenkommenden voll besetzten Regionalzug.

Dieser Inhalt wurde am 01. November 1999 - 22:04 publiziert

Ein Zugsunglück auf der Strecke Bern-Thun hat am Montagabend (01.11.) beim Berner Quartierbahnhof Weissenbühl zwei Tote mehr als 20 Verletzte gefordert. Ein bei Rot ausfahrender Pendelzug nach Thun rammte auf einer Weiche einen entgegenkommenden voll besetzten Regionalzug.

Der Unfall ereignete sich kurz vor 18.00 Uhr rund 500 Meter nach dem Bahnhof Bern-Weissenbühl, wo eine Weiche die Geleise für die Einfahrt in den Bahnhof aufteilt.

Der aus dem Bahnhof ausfahrende SBB-Pendelzug der Linie S3 kollidierte auf dieser Abzweigung mit dem einfahrenden Regionalzug S33 der Lötschbergbahn (BLS). Der Triebwagen der S3 bohrte sich seitlich in das Raucherabteil eines Zweitklasswagens der S33. Dort wurden eine erwachsene Frau und ein vier Monate altes Baby getötet. 25 Personen wurden leicht bis mittelschwer verletzt. Zehn von ihnen wurden hospitalisiert, darunter der fehlbare Lokomotivführer.

Wie BLS-Direktor Matthias Tromp an einer Pressekonferenz sagte, verliess die S3 den Bahnhof fahrplangemäss um 17.57 Uhr, obwohl das Signal noch auf Rot stand. Warum er dies getan habe, sei vorerst nicht erklärbar, normalerweise kreuzten sich diese Züge nämlich um 17.57 Uhr im Bahnhof.

Tromp bestätigte, dass es zu diesem Zeitpunkt schon öfters zu kritischen Situationen gekommen sei. 'Wir hatten das Problem erkannt und arbeiteten an einer Lösung', sagte Tromp. Ein zusätzliches Sicherheitssystem mit automatischer Stromunterbrechung sei mit dem Bundesamt für Verkehr bereits diskutiert worden.

SRI und Agenturen

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