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Schwerverkehr: "Ripsi macht uns alle glücklich"

Ein Novum in Europa: Am Dienstag wurde das 71 Mio. Franken teure Schwerverkehrs-Zentrum (SVZ) in Erstfeld im Kanton Uri von Bundesrat Moritz Leuenberger offiziell eröffnet.

Dieser Inhalt wurde am 09. September 2009 - 14:31 publiziert

Das "Ripsi" sei für alle da und mache alle glücklich, meinte Bundesrat Moritz Leuenberger. Es erlöse die Urner vor Gefahren und unnötigem Lärm. Es diene den Lastwagenchauffeuren, aber auch den Automobilisten.

Das SVZ nehme aber auch Europa ins Visier, so der Verkehrsminister. "Imitiert uns!", mahne es. "Kontrolliert die Ruhezeiten, die Abgasnormen, führt ebenfalls eine flächendeckende Schwerverkehrsabgabe ein, und baut die Schiene aus (...), nehmt endlich die Verlagerung in die Hand!", so Leuenberger.

Eines ist sicher: Am neuen Schwerverkehrs-Zentrum kommt kein Lastwagen vorbei, auf dem Weg in den Süden werden sie alle über das SVZ geleitet.

Das SVZ Ripshausen, das sich über eine Fläche von 85'000 Quadratmetern erstreckt, bietet nicht nur umfassende Kontrollmöglichkeiten, sondern auch Warteraum für insgesamt 495 Lastwagen.

Seit der Katastrophe im Gotthardtunnel vom Oktober 2001 mit elf Toten dürfen Lastwagen nur noch gestaffelt durch den Tunnel fahren. Warteräume waren bisher nur notdürftig auf Fahrbahnen und Pannenstreifen eingerichtet.

Im SVZ werden auch Schwerverkehrs-Kontrollen durchgeführt. Wie nötig diese sind, zeigte eine Kontrolle der Gemeinschaftszollanlage Basel/Weil-Autobahn Anfang September: Von 24 angehaltenen Lastwagen wurde 12 die Weiterfahrt Richtung Schweiz wegen mangelnder Ladungssicherheit, Verstössen gegen die Lenk- und Ruhezeiten, Überladungen und technischer Mängel untersagt.

Die Lastwagenfahrer finden im SVZ zudem eine Infrastruktur mit Restaurant, Tankstelle, Duschen und WC sowie Abstellplätzen für die Nacht. Ein weiteres SVZ ist im Tessin geplant.

swissinfo.ch und Agenturen

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