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Schwimmen: EM-Silber für Remo Lütolf

Mit neuem Schweizer Rekord aufs Podest: Remo Lütolf holte in Helsinki über 50-m Brust Bronze. Keystone

Der Schweizer Schwimmsport erlebt in Finnland erfolgreiche Tage. 24 Stunden nach der Glanzleistung von Europameisterin Flavia Rigamonti und Chantal Strasser über 800-m Crawl doppelte Remo Lütolf am Freitag (07.07.) mit Bronze über 50 m Brust nach.

Dieser Inhalt wurde am 07. Juli 2000 - 21:07 publiziert

Bronze und Schweizer Rekord

Lütolf schlug im 50-m-Final hinter dem Deutschen Warnecke und dem Ukrainer Lisogor in neuer Landesrekordzeit von 27,91 als Dritter an, womit der 20-jährige Rheintaler der Schweiz bereits die dritte EM-Medaille sicherte.

Unmittelbar vor Lütolfs Exploit sorgte bei den Frauen Agata Czaplicki für weitere positive Schlagzeilen. Die 17-Jährige qualifizierte sich über 200 m Brust in neuer Schweizer Rekordzeit von 2:31,12 für die Olympischen Spiele. Die Sydney-Delegation umfasst nun bereits sieben Schweizer Schwimmer.

Der letzte EM-Edelmetallgewinn bei den Männern ging bis zum ffort Lütolfs auf das Jahr 1987 zurück: Stefan Volery erreichte an den europäischen Meisterschaften in Strassburg Rang 3. Seither waren die Schweizer sechsmal mit leeren Taschen von kontinentalen Wettkämpfen zurückgekehrt.

Für Lütolf, der in Sydney über 100 m starten wird, stellt der Podestplatz bei der Elite eine Premiere dar. Im Junioren-Alter gewann er 1996 in Kopenhagen über 100 m den Nachwuchstitel.

Im ungemein schnellen Final von Helsinki war Titelhalter Markus Warnecke (27,75) eine Klasse für sich. Dahinter lieferten sich Lütolf und Lisogor ein hart umkämpftes Duell. Letztlich schlug der Schweizer mit 10 Hundertstel Rückstand auf den Ukrainer an.

Trotz einiger Mängel bei den Tauchzügen zählt Lütolf in seiner Spezialdisziplin über die nichtolympische Bahnlänge nun definitiv zur absoluten Weltspitze. In Helsinki lieferte er eine Bestätigung seiner Qualitäten, verbesserte seinen eigenen Rekord dreimal und im Final gelang ihm wider seines ersten Renneindrucks eine Top-Leistung. “Meine Final-Zeit ist fern von dem, was ich mir je ausgerechnet habe. Sie ist phänomenal!” Lütolfs Einschätzung ist beizupflichten, zumal derzeit über 50 m weltweit nur drei Athleten schneller sind als er.

Czaplickis mit Sondereffort nach Sydney - Zahnd out

Agata Czaplicki verbesserte in Helsinki über 200 m Brust ihren Schweizer Rekord gleich zweimal, unterbot die Olympia-Limite um 1,38 Sekunden und qualifizierte sich nach Rigamonti und Strasser als dritte Schweizerin für Sydney. Bei den Männern stehen bislang Lütolf, Novy, Platel und Bühler fest.

Ihre starke Leistung trug der erst 17-jährigen Schülerin, die wie Rigamonti und Strasser bei Atlantide Agno trainiert, die sechstbeste Marke (2:31,12) aller Halbfinalistinnen ein. Die Tochter des Atlantide- Assistenztrainers Jurek Czaplicki hatte schon in den Vorläufen angedeutet, was sie zu leisten im Stande ist.

Nach vier Bahnlängen zeigte die Zeittafel 2:32,96, womit sie 1,03 Sekunden unter ihrer Bestmarke vom August 1999 blieb. Im Feld der besten 16 folgte schliesslich die olympiareife Zugabe.

Für die Crawl-Spezialistin Nicole Zahnd hat sich die Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme hingegen endgültig zerschlagen. Sie überstand als 15. zwar die Vorläufe, im Halbfinal über 200 m Crawl blieb sie trotz der neuen Schweizer Rekordzeit von 2:03,29 aber deutlich über dem bei 2:02,65 festgesetzten Richtwert für Sydney.

swissinfo und Agenturen

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