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SEB will Staatsgarantien nicht verlängern - Gewinn sinkt weniger als erwartet

Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2009 - 10:20 publiziert

STOCKHOLM (awp international) - Die schwedische SEB AB will in Zukunft wieder auf eigenen Beinen stehen. Die Bank wolle sich nicht um eine Verlängerung der Staatsgarantien bewerben, sagte Unternehmenschefin Annika Falkengren am Mittwoch bei der Vorlage des Berichts zum dritten Quartal. Die Kapitalposition habe sich weiter verbessert. Bislang hat die Bank die staatlichen Hilfen nicht genutzt.
Die Aktie verlor am Morgen dennoch 2,13 Prozent auf 46 schwedische Kronen. Im abgelaufenen Jahresviertel sackte der operative Gewinn der Bank wegen einer höheren Vorsorge für Kreditausfälle auf 388 Millionen schwedische Kronen (rund 37 Mio. Euro). Vor einem Jahr hatte die Bank noch 2,5 Milliarden Kronen verdient. Unterm Strich blieben magere 37 Millionen Kronen übrig. Die Erträge kletterten dagegen um sechs Prozent.
Für Kreditausfälle musste die Bank rund 3,3 Milliarden Kronen bezahlen. Einen Grossteil der Summe - rund 80 Prozent - war auch im dritten Quartal wegen der Risiken im Baltikum notwendig. Es gebe aber erste Anzeichen für eine Stabilisierung, sagte Falkengren. Estland, Lettland und Litauen gehören zu den kleineren Märkten der Schweden. Ihr Hauptgeschäft macht die SEB neben der Heimat im restlichen Skandinavien und in Deutschland.
Die Kernkapitalquote der Bank (Core Tier 1) betrug Ende September 11,8 Prozent. Nach der Kapitalerhöhung im April hatte die SEB im vergangenen Monat noch einmal frisches Hybrid-Kapital aufgenommen. Ausserdem dürften weitere Kapitalmassnahmen im vierten Quartal zu einem Buchgewinn von 250 bis 300 Millionen Kronen führen und die Kernkapitalquote um 5 Basispunkte nach oben schrauben./gr/das/wiz

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