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Seit Uster der folgenschwerste Einsturz

Deckeneinstürze sind in der Schweiz keine Seltenheit. Seit dem Unglück im Hallenbad Uster von 1985 sind sie aber meist glimpflich verlaufen.

Dieser Inhalt wurde am 28. November 2004 - 13:48 publiziert

Tote und Verletzte gab es allerdings mehrmals bei Einstürzen von Decken während Bauarbeiten.

Nachfolgend die wichtigsten Grossbrände und Deckeneinstürze der letzten Jahre in der Schweiz:<ul>
9. Mai 1985: Wegen durchgerosteter Chromnickelstahlstäbe stürzt die 200 Tonnen schwere Betondecke des Hallenbads Uster ZH auf das Schwimmbecken und tötet zwölf Menschen.

1. November 1986: Ein Feuer in einer Lagerhalle des Chemiekonzerns Sandoz in Schweizerhalle führt zu einer Umweltkatastrophe: Giftiges Löschwasser fliesst in den Rhein und vernichtet Flora und Fauna.

7. Juli 1988: Bei Bauarbeiten in St. Moritz stürzt eine Decke ein. Vier Arbeiter werden zum Teil schwer verletzt.

2. Juli 1989: Vier tamilische Asylsuchende, darunter zwei Kinder, werden in einer Vier-Zimmer-Wohnung in Chur im Schlaf von einem Feuer überrascht und sterben. Zehn weitere Personen werden zum Teil schwer verletzt. Die Brandursache wird nie vollständig geklärt. Brandstiftung ist nicht ausgeschlossen.

14. März 1992: Der verheerendste Grossbrand in St. Gallen seit 20 Jahren fordert vier Todesopfer. Sieben Personen werden mit Rauchvergiftungen ins Spital eingeliefert. 27 Menschen müssen evakuiert werden. Rund 20 Menschen werden obdachlos.

18. August 1993: Zwei Drittel der historischen Luzerner Kapellbrücke werden durch ein Feuer zerstört, das vermutlich von einem brennenden Motorboot seinen Ausgang nahm.

3. Juni 1994: Die Decke des Vordachs eines Schulhauses in Lenzburg AG stürzt ein. Das Unglück ereignet sich kurz vor der Elf-Uhr-Pause und verläuft deshalb glimpflich.

25. Juli 1995: Beim Einsturz des Dachs eines im Bau befindlichen Einfamilienhauses in Reinach BL wird ein Arbeiter getötet. Ein weiterer Arbeiter wird verletzt.

19. Juli 1996: Ein Grossbrand zerstört die Papierwarenfabrik Tela in Niederbipp BE. Drei Feuerwehrleute kommen beim Brand ums Leben. Die Katastrophe löst eine Diskussion über Einsatzdoktrin und Ausbildung der Feuerwehren aus.

1. August 1996: Beim Einsturz einer Betondecke auf der Baustelle eines Gewerbehauses in Sursee LU kommt ein Bauarbeiter ums Leben. Drei weitere Arbeiter werden schwer verletzt.

7. April 1997: In Payerne VD wird ein Autoreifenlager durch einen Brand weitgehend zerstört, zwei Feuerwehrleute kommen ums Leben. Der Brand wurde vermutlich durch drei Minderjährige verursacht.

14. Mai 1997: Drei Tote fordert ein Brand eines Wohnhauses in Lausanne.

23. Juni 1997: In St. Gallen kommt bei einem Grossbrand in einem Mehrfamilienhaus eine Person ums Leben. Ursache war ein Brandanschlag auf ein tamilisches Spezialitätengeschäft im Erdgeschoss des Hauses.

20. April 1998: Im Hallenbad einer Senioren-Residenz in Zürich stürzen die Isolierplatten der Decke ein und fallen ins Schwimmbecken. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren keine Menschen im Bad.

16. Juli 2001: In Egnach TG stürzt in der Nacht die Decke einer Turnhalle ein. Einen Schutzengel haben 50 Kinder, die eigentlich in der Halle hätten übernachten sollen. Wegen des starken Regens verzichtet die Lagerleitung auf den Gang zur Turnhalle. Die Kinder schlafen in ihren Zelten.

24. Oktober 2001: Eine Brandkatastrophe im Gotthardtunnel fordert elf Opfer. Das Feuer war beim Zusammenstoss von zwei Camions ausgebrochen.

15. Juli 2002: In der Stadtbibliothek Uster ZH lösen sich zwei Gipselemente an der Decke. Verletzt wird niemand.

13. November 2002: Während eines Föhnsturms stürzt die Decke eines Schulzimmers in Goldau SZ ein. Das Unglück ereignet sich am Abend, als sich niemand in der Schule aufhält.

28. November 2003: In Lupfig AG stürzt in der Nacht ein Teil des Daches der Mehrzweckhallte ein. Verletzte oder Tote gibt es nicht, doch nur drei Stunden vor dem Unglück wurde in den Hallen geturnt.

20. Januar 2004: Der Brand eines Hotels auf der Melchsee-Frutt OW fordert zwei Todesopfer. Fünf weitere Personen ziehen sich Verletzungen zu. Als Ursache wird Brandstiftung vermutet.

22. März 2004: In einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Bern stürzt ein Teil der Decke vermutlich wegen Wassereinbruchs ein; niemand wird verletzt.

16. Mai 2004: Bei einem Wohnungsbrand im Berner Mattenhofquartier kommt ein Mann ums Leben. Sechs Personen verletzten sich. Der Brand wurde unter Umständen durch die Explosion von Gasflaschen ausgelöst.

27. November 2004: Bei einem Brand in einer Tiefgarage in Gretzenbach SO stürzt unverhofft die Decke ein. Sieben Feuerwehrleute können nur noch tot geborgen werden.</ul>

swissinfo und Agenturen

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