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Senioren mit ihrer AHV unzufrieden

Die 11. AHV-Revision muss aus Sicht der Senioren in der Sondersession des Parlamentes übernächster Woche deutlich verbessert werden. Obwohl Staatshaushalt und AHV-Rechnung wieder Überschüsse verzeichneten, sei die Revision zu stark aufs Sparen ausgerichtet.

Dieser Inhalt wurde am 25. April 2001 - 11:07 publiziert

Die 11. Revision der Alters- und Hinterlassenen-Versicherung, AHV weise nach den Beratungen in der nationalrätlichen Kommission gegenüber der Vorlage des Bundesrates gewisse Verbesserungen auf, meint die Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfe-Organisationen der Schweiz (VASOS).

Teuerung zu wenig ausgeglichen

Die VASOS appelliert an den Nationalrat, weitere Verbesserungen zu beschliessen. Für die heutige Rentnergeneration sei vorab der Teuerungs-Ausgleich von grosser Bedeutung. Auch beim heute geltenden Mischindex, der je zur Hälfte die Teuerung und den Lohnanstieg berücksichtige, trete eine allmähliche Entwertung der Renten ein.

Auch die Absicht, den Teuerungsausgleich für AHV-Renten von zwei auf drei Jahre zu erstrecken, sei ein "Relikt" aus früheren Sparmassnahmen im Bundeshaushalt. Die VASOS ist der Meinung, dass eine solche Massnahme nicht aufrechterhalten werden kann, in einer Zeit, in der "massive Steuergeschenke an die Reichen zur Diskussion stehen".

Die Witwen verlieren

Vor dem gleichen Hintergrund erscheinen der Seniorenvereinigung auch die Eingriffe zu Lasten der Frauen. "Diese sind untragbar". Die nationalrätliche Kommission wolle zwar den Abbau der Witwenrente etwas mildern, doch würde immer noch die Hälfte aller Witwen ihren Anspruch verlieren. Dieser Abbau würde laut VASOS 500 Mio. Franken zu Lasten der Witwen bedeuten. Dies sei für viele der betroffenen Frauen untragbar.

flexibler Rücktritt muss bezahlbar sein

Für die künftigen Rentner-Gererationen müsse gewährleistet sein, dass ein flexibler Altersrücktritt für alle Einkommens-Schichten wirklich tragbar sei. Nur unter dieser Voraussetzung könne auch die geplante Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre akzeptiert werden.

Die VASOS erinnert an das gute Resultat der Volks-Initiativen für ein flexibles Rentenalter im letzten Herbst und erwartet, "dass der Nationalrat diesen Erwartungen gerecht wird".

swissinfo und Agenturen

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