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Service public und Wettbewerb

Viele Poststellen werden wegrationalisiert.

(Keystone)

Die Schweizer Post will auch in zehn Jahren noch die Nummer eins auf dem inländischen Markt sein. Das ist das Ziel von Postchef Ulrich Gygi.

"Wir wollen eine Post, die der Konkurrenz standhalten kann, bei welcher der Service und nicht die Anzahl gelb angeschriebener Häuser im Vordergrund steht", sagte Gygi in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Facts" vom Mittwoch.

Das Management müsse die Mitarbeitenden davon überzeugen, dass die Post nur überleben könne, wenn sie wettbewerbsfähig sei. Und dazu sei es nötig, dass erneuert und rationalisiert werde. Dabei soll die Post eine sozialverantwortliche Arbeitgeberein bleiben.

Botschaft an Mitarbeiter

"Sicher haben wir noch nicht alle Mitarbeitenden an Bord für die Liberalisierung", sagte Gygi. Die Kader stünden zwar dahinter, doch nun müssten sie die Botschaft nicht nur an die Politik, sondern auch an ihre Mitarbeitenden bringen.

Bei den Posthaltern seien vor allem die jüngeren sehr aufgeschlossen; die älteren seien sich an eine Post gewöhnt, die noch nicht so scharf habe rechnen müssen. Alle könne man nie von der neuen Strategie überzeugen, sagte Gygi. "Aber zwei Drittel müssen dahinter stehen, das ist mein Ziel."

Marktgerechte Preise und neue Dienstleistungen

Zu einer leistungsfähigen Post gehörten neben Rationalisierungs-Massnahmen auch marktgerechte Preise, rechtfertigte Gygi die kürzlich angekündigten höheren Preise für Pakete. Aber auch neue Dienstleistungen seien nötig.

So wolle die Post in diesem Jahr zum Beispiel den zu langen Warteschlangen an den Schaltern zu Leibe rücken. "Wartezeiten über fünf Minuten sind inakzeptabel", sagte Gygi. Mit einem flexibleren Personaleinsatz solle dies verbessert werden.

In Zürich, Basel, Bern, Lausanne und Lugano sollen zudem so genannte Abholpoststellen für eingeschriebene Briefe und Pakete eingerichtet werden, die bis spät am Abend geöffnet sind.

Weg mit dem Herrenclub

Aber auch beim Management - heute gemäss Gygi ein "Deutschschweizer Herrenclub" - sind Änderungen vorgesehen. Rund ein Drittel der obersten Kaderstellen sollen von aussen besetzt werden. Dabei sollen auch sprachliche Minderheiten und Frauen angemessen berücksichtigt werden, kündigte der Konzernchef an.

swissinfo und Agenturen

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