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Zofingen (awp) - Die Pharma-Gruppe Siegfried kommt auch im Geschäftsjahr 2009 nicht aus den roten Zahlen. Der Umsatz ging im Krisenjahr allerdings nur moderat zurück, wobei das Kerngeschäft mit Wirksubstanzen mehr verkaufte, der Umsatz der Generika-Division jedoch einbrach. Das Management setzt nun auf eine Wachstumsstrategie und will sich mit einer Kapitalerhöhung das dazu notwendige Geld verschaffen.
Der Umsatz des Pharmaunternehmens sank 2009 um 2,2% auf 283,0 Mio CHF. Der EBITDA der Gruppe vor Restrukturierungskosten sank um 51,4% auf 25,3 Mio CHF, entsprechend einer Marge von 8,9 (18,0)%. Der EBITDA iklusive der Sonderkosten lag rund 60% tiefer bei 21,0 Mio CHF, die Marge betrug 7,4 (18,0)%.
Unter dem Strich resultierte beim im Bereich Life Science tätigen Unternehmen ein Verlust von 35,3 Mio CHF, nach einem Fehlbetrag von 74,9 Mio CHF im Vorjahr. Nach diesem Ergebnis müssen die Aktionäre auf eine Dividende verzichten. Im vergangenen Jahr waren noch 2,10 CHF je Namenaktie ausgeschüttet worden.
Der operative Cash-flow stieg um 69,4% auf 45,5 Mio CHF. Der Eigenfinanzierungsgrad liegt bei 68,6%. Die Nettoverschuldung sank um 7,9 Mio CHF auf 63,3 Mio CHF und das Netto-Umlaufvermögen um 39 Mio CHF auf 133 Mio CHF.
Im Kerngeschäft mit Wirksubstanzen hat die Siegfried-Gruppe im Berichtsjahr 15,3% mehr verkauft als im Vergleichsjahr 2008. Die Kundenbasis, die mittelgrosse bis grosse Aufträge bei Siegfried platzierte, habe verbreitert werden können, schreibt Siegfried dazu. Der EBITDA im Kerngeschäft betrug 25,9 Mio CHF, die entsprechende Marge 11,7%. Im Geschäft mit kontrollierten Substanzen (inkl. Opiaten) in den USA sei "ein bedeutender Liefervertrag" unterzeichnet worden. Ein zweiter Liefervertrag wurde in den ersten Wochen des Geschäftsjahrs 2010 definitiv abgeschlossen.
Die Generika-Division setzte dagegen mit 62,1 Mio CHF im Vergleich zum Vorjahr 36% weniger um und war damit auch im Berichtsjahr stark von den tiefgreifenden Veränderungen im deutschen Markt beeinflusst. Dennoch sei im Laufe des Jahres der Rückstand auf das Vorjahr verringert worden. Im Sinne der neuen Strategie beruhten die im Berichtsjahr gestarteten Projekte bereits auf einem Partnering-Konzept.
Verschiedene Sonderfaktoren belasteten das Ergebnis. So wurden 4,2 Mio CHF für das Restrukturierungsprojekt "Deliver" aufgewendet. Verschiedene Bilanzpositionen wurden neu beurteilt und wertberichtigt. Zudem sind die gesamten Entwicklungskosten für das Inhalationsprojekt PulmoJet im Aufwand enthalten. Die Vorjahresvergleiche sind geprägt von zwei wesentlichen Sonderfaktoren: Einer einmaligen Lizenzzahlung für ein Biogenerikum von 13,5 Mio CHF sowie vom Buchgewinn aus dem Verkauf der Pharmaproduktion in Zofingen über 13,4 Mio CHF.
"Zur raschen Umsetzung der im Berichtsjahr definierten Wachstums-Strategie" plant die Gesellschaft nun eine Kapitalerhöhung. Die neue Strategie erfordere sowohl organisches als auch externes Wachstum und werde bedeutende Auswirkungen auf die verschiedenen Betriebsstätten der Siegfried-Gruppe haben, was beides erhebliche Finanzmittel beanspruchen werde. Deshalb werde der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Kapitalerhöhung in der Grössenordnung von 80 Mio CHF beantragen. Sie soll in der Form einer Pflichtwandelanleihe mit Vorwegzeichnungsrecht durchgeführt werden.
Wie es weiter heisst, verzichtet Bernard Siegfried, Ehrenpräsident der Siegfried-Gruppe, aus Altersgründen auf eine Wiederwahl als ordentlicher Verwaltungsrat. Siegfried gehört dem Verwaltungsrat seit 1977 an und wurde im vergangenen November 75 Jahre alt.
ps/cf

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