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Siemens bündelt Einkauf - Ziel fast erreicht (AF)

Dieser Inhalt wurde am 18. Mai 2010 - 13:47 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Der Elektrokonzern Siemens kauft immer mehr über die Zentrale ein und kommt so bei seinen Einsparzielen voran. "Wir sind sehr gut unterwegs und werden auch die Ziele erreichen", sagte Vorstandsmitglied Barbara Kux am Dienstag auf dem "Siemens Innovations Day" in München. Das Unternehmen hatte sich vorgenommen, bis Ende des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 (30. September) 47 Prozent des weltweiten Volumens von 40 Milliarden Euro zentral einzukaufen, zum Halbjahr seien es bereits 45 Prozent gewesen, sagte Kux. Dies mache sich auch beim Konzernergebnis bemerkbar, Zahlen nannte die Managerin allerdings nicht.
Um bessere Preise zu bekommen, senkt Siemens auch die Zahl der Lieferanten und will mittelfristig mehr in Schwellenländern einkaufen. Zum Amtsantritt von Kux 2008 waren es noch 113.000 Lieferanten, mittlerweile lässt sich der Konzern noch von knapp 94.000 Unternehmen beliefern, und rund 91.000 Lieferanten sollen es einmal werden. Rund ein Viertel des gesamten Einkaufs will Siemens zudem in Schwellenländern wie Indien und China tätigen, derzeit sei man bei 23 Prozent angelangt, sagte eine Unternehmenssprecherin.
Kux verantwortet bei Siemens auch die Vermarktung umweltfreundlicher Technologien. Dafür peilt das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010/11 einen Umsatz von rund 25 Milliarden Euro an, im vergangenen Jahr waren es bereits 23 Milliarden Euro. Ein ehrgeizigeres Ziel gab Kux aber auch am Dienstag nicht aus, obwohl sie die Pläne schon Mitte November 2009 als "konservativ" bezeichnet hatte. Dank der weltweiten Konjunkturprogramme sei zwar bisher keine Dämpfer für das Geschäft durch die Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren. Man sei aber mitten im Geschäftsjahr, daher könne sie keine weitere Zahl nennen, sagte die Managerin.
Das Siemens-Umweltportfolio umfasst beispielsweise das Geschäft mit Windkraftanlagen, effizienten Beleuchtungssystemen oder Technologien zur Reinhaltung von Wasser und Luft. Mit dem indischen Industriekonzern Tata ist Siemens eine Partnerschaft eingegangen und wird Werke und Fabriken des Unternehmens umweltfreundlicher machen. Ausserdem würden Marktpotenziale in China, den USA und im Mittleren Osten sondiert, sagte Kux. In die Forschung und Entwicklung grüner Technologien investierte der Konzern zuletzt deutlich über eine Milliarde Euro, weltweit sind rund 100.000 der rund 402.000 Siemens-Beschäftigten in diesen Bereichen tätig./csc/DP/stb

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