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MÜNCHEN (awp international) - Der Elektrokonzern Siemens hat im dritten Geschäftsquartal dank eines brummenden Geschäfts in den wichtigsten Sparten an vergangene Boomzeiten angeknüpft. Beim Auftragsbestand sei in der Zeit zwischen April und Juni ein neues Rekordergebnis erzielt worden, teilte der Konzern am Donnerstag in München mit. "Gleichzeitig haben die Sektoren das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt und werden das Vorjahr deutlich übertreffen", sagte Siemens Vorstandschef Peter Löscher am Donnerstag in München und bekräftigte den Ausblick. Im Geschäftsjahr 2009/2010 (Ende September) will der Konzern ein Sektorenergebnis über dem Rekord-Vorjahreswert von 7,5 Milliarden Euro schaffen. Die Erlöse sieht Siemens im mittleren einstelligen Prozentbereich schrumpfen. Der Siemens-Kurs stieg vorbörslich um knapp zwei Prozent.
Das Geschäft mit erneuerbaren Energien machte dem Konzern viel Freude: Es verbuchte von allen den höchsten Auftragseingang. In den vergangenen Monaten hatte Siemens beispielsweise für seine Windkraftanlagen eine ganze Reihe von grösseren Aufträgen an Land ziehen können. Grösster Gewinnbringer war hingegen das Geschäft mit den klassischen fossilen Kraftwerken. Hier wirkte sich aber nach wie vor das schwierige Marktumfeld aus, so dass hier der Auftragseingang sank. Die Grossaufträge kommen weiter nicht so herein wie vor der Krise.
STARKES AUFTRAGSPLUS AUS DEUTSCHLAND
Bei den Auftragseingängen machte sich die kräftige Wirtschaftsbelebung im Heimatmarkt bemerkbar: Aus Deutschland kamen 45 Prozent mehr Aufträge für den Konzern. Grösster Markt blieben die USA: Aus der Region Amerika kam dann auch der grösste Zuwachs bei den Aufträgen. Aber auch in Asien und den Schwellenländern spürten die Münchner ein starkes Wachstum.
In den einzelnen Divisionen stachen besonders das Lichtgeschäft Osram hervor, in dem Siemens die Leuchtdioden (LED) produziert sowie die Industrieautomatisierung. Bei Industrielösungen berichtet der Konzern weiter von einem herausfordernden Umfeld. Im Energiemarkt sieht Siemens Erholungszeichen. Erstmals seit einem Jahr kamen im Jahresvergleich mehr Aufträge herein. Im Gesundheitsgeschäft habe sich das Marktumfeld verbessert. Hier wuchsen Aufträge, Umsatz und Ergebnis.
SIS WEITER ROT
Die vor der Abspaltung stehende IT-Sparte SIS schrieb auch im dritten Quartal rote Zahlen und verlor 81 Millionen Euro. Hier will Siemens tausende Arbeitsplätze abbauen und erwartet daraus in den kommenden Quartalen erhebliche Belastungen.
Wie angekündigt, stiegen zudem zum ersten Mal seit dem Schlussquartal 2008/09 Auftragseingang und Umsatz im Jahresvergleich. Die Bestellungen kletterten von April bis Juni von 17,160 Milliarden Euro um mehr als ein Fünftel auf 20,871 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 19,170 Milliarden Euro. Das Sektorenergebnis, in dem sich das Ergebnis der drei Kerngeschäftsfelder Industrie, Energie und Gesundheit widerspiegelt, sprang um 40 Prozent auf 2,331 Milliarden Euro nach oben. Unterm dem Strich stand ein Gewinn von 1,435 Milliarden Euro - neun Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit seinem Zahlenwerk übertraf Siemens die Schätzungen der von dpa-AFX befragten Analysten teils deutlich.
KONKURRENZ IM VERGLEICH
Wichtige internationale Siemens-Konkurrenten haben bereits ihr Zahlenwerk für das vergangene Quartal vorgelegt. US-Rivale General Electric (GE) bekam weniger Aufträge als die Deutschen, machte aber trotz eines Erlösrückgangs mehr Umsatz und erzielte eine höhere EBIT-Marge. Die niederländische Philips konnte stärker beim Umsatz zulege als Siemens, liegt aber mit dem absoluten Wert weit abgeschlagen. Die Schweizer ABB konnte ein wesentliches kleineres Auftragsplus als die Deutschen verbuchen und schrumpfte beim Umsatz./stb/tw/zb

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