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Simmen an die Olympiade

Gian Simmen weiss nun, dass er nächstes Jahr nach Salt Lake City fährt. Keystone

Snowboard: Der Aroser Gian Simmen hat sich vier Jahre nach seinem Olympiasieg in Nagano erneut für die Winterspiele qualifiziert. Er erreichte in Laax die Direkt-Qualifikation.

Dieser Inhalt wurde am 08. Dezember 2001 - 19:53 publiziert

Die Schweizer Freestyle-Boarder trumpften beim ISF- Saisonauftakt in Laax im grossen Stil auf. Therry Brunner feierte im hochkarätigen Männer-Halfpipe-Wettbewerb einen spektakulären Sieg. Der Frauen-Contest endete mit dem Erfolg der WM-Zweiten Fabienne Reuteler.

Im allgegenwärtigen Siegestaumel fast unbemerkt qualifzierte sich der 24-jährige Gian Simmen erneut für die Olympischen Winterspiele. Als Sechster des Finals erreichte er die vielerorts schon fast erwartete Direkt-Qualifikation in souveräner Manier.

Wichtig sei für ihn nun einfach, dass das ganze "Olympia-Quali-Theater" vorbei sei und er sich wieder dem "Filmen, Fotografieren und Snowboarden" widmen könne.

Brunners Genugtuung und Kratters Spektakel

Therry Brunner wurde seinem Ruf, in entscheidenden Situationen konstant hervorragende Leistungen zu zeigen, auf eindrückliche Weise gerecht. Trotz schwierigster Sprungmanöver und beachtlicher Höhe brillierte der Zuozer dank seiner Stilsicherheit.

Die Juroren bedachten den letzten zweier makellosen Runs mit der Tageshöchstnote von 36,8 Punkten. Diese Marke vermochte selbst Giacomo Kratter, der in jeder Beziehung furchtlose italienische Spektakel-Macher, nicht mehr zu überbieten.

"Wenn die mich jetzt nicht mit an die Olympischen Spiele nehmen, ja dann weiss ich auch nicht mehr", gab sich Brunner zu Recht überzeugt davon, mit dem Triumph im überaus stark besetzten Laaxer Wettbewerb seine Olympia-Tauglichkeit endgültig unter Beweis gestellt zu haben.

Höchstens noch zwei Sicherheitsläufe

Dem Fussball- und Unihockey-Freak ist das USA-Ticket nach seinem ersten Sieg auf der WM-Tour für Salt Lake City im Prinzip gewiss. Am zweiten und zugleich letzten (internen) Olympia-Trial sind vom Bündner höchstens noch zwei Sicherheitsläufe gefordert -- mehr nicht.

Ob er schon kommendes Wochenende in Grindelwald zur Pflichtübung erscheinen muss, ist fraglich. Wegen des Schneemangels im Berner Oberland fasst Swiss Snowboard eine Verschiebung auf Anfang Jahr ins Auge.

swissinfo und Agenturen

Dreikampf um letzten Olympia-Platz

Zwei Plätze sind vergeben; welcher Schweizer Rider den dritten beanspruchen darf, scheint offen. Am ehesten kommen dafür noch der Walliser Frederik Kalbermatten, Marcel Hitz und Jonas Emery in Frage. Kalbermatten schuf sich mit seinem überraschenden dritten Schlussrang in Laax die beste Ausgangslage. Aus den Traktanden ist dagegen unerwartet Dani Costandaché gefallen, dessen Olympia-Träume durch zwei Stürze bereits in den Halbfinals platzten.

Prominente Abwesende waren die beiden Verletzten Reto Kestenholz, der wegen seiner Fussgelenk-Prellung bereits am Vortag Forfait erklären musste, und Fabien Rohrer. Der Rückkehrer musste in der Runde der besten 24 wegen Knieproblemen passen. Ihre Chancen, doch noch für die Olympischen Spiele nominiert zu werden, sind eigentlich nur noch theoretischer Natur; es sei denn, die Selektionäre rücken von ihren eigenen Richtlinien ab.

Reutelers Sprünge in Richtung USA

Der Sieg in Laax war für Fabienne Reuteler in verschiedener Hinsicht von enormer Bedeutung. Mit der Topklassierung entschied sie das interne Duell um den einzigen olympischen Frauen-Startplatz gegen Pauline Richon deutlich.

Sie liess im Prinzip keinen Zweifel darüber offen, welcher Schweizer Halfpipe-Spezialistin diese einzige Stargelegenheit gebührt. Und sie verwies mit Stine Brun Kjeldaas ausgerechnet jene norwegische Fahrerin auf Rang 2, die auf der Welt-Tour in der Sparte Halfpipe nunmehr schon seit Jahren die Massstäbe setzt.

Reutelers Sprung auf den obersten Podestplatz zeichnete sich am Crap Sogn Gion ab. Vor einem Jahr lieferte die sprungstarke und trickreiche Wollerauerin mit Rang 2 auch auf höchster Stufe den Nachweis ihrer internationalen Klasse.

Ende Saison, wieder in Laax, sicherte sich die poly-sportive Athletin überdies den Siegercheck im Boardercross. "Ich habe unter sehr grossem Druck nun mehrfach bewiesen, eine Siegfahrerin zu sein. Ich habe den einzigen Olympia- Quotenplatz herausgefahren und verdiene es deshalb, in Salt Lake City starten zu können", strahlte sie.

Mit zwei starken Finalläufen und dem Sprung aufs "Treppchen" sorgte die frühere Race-Boarderin Manuela Pesko für einen gelungenen Schlusspunkt der mitreissenden Finalissima.

swissinfo und Agenturen

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