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Skyguide 2010: Ergebnissteigerung dank ausserord. Erträge, operativer Verlust

Genf (awp/sda) - Das Flugsicherungsunternehmen Skyguide hat im Jahr 2010 das Gesamtergebnis aufgrund einmaliger, ausserordentlicher Erträge gesteigert. Das Gesamtergebnis wurde dadurch auf 6,1 Mio CHF mehr als verdoppelt. Das operative Ergebnis fiel hingegen mit -11,7 Mio nochmals negativer aus als im Vorjahr, als ein Verlust von 9,1 Mio ausgewiesen wurde. Der Umsatz stieg ausschliesslich dank der übrigen Betreibserträge um 0,6% auf 364,9 Mio, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Den operativen Verlust führt Skyguide auf die bekannte, strukturelle Unterdeckung auf Regionalflugplätzen und in den delegierten Lufträumen zurück. Zudem wirkten sich mehrere exogene Ereignisse aus. So nahm der Flugverkehr im vergangenen Jahr nur um 0,8% zu. "Gründe dafür waren der Vulkanausbruch in Island, Streikaktionen in mehreren europäischen Ländern sowie die schlechten Wetterbedingungen Ende Jahr", erklärt Daniel Weder, CEO von Skyguide laut der Mitteilung. Hinzu kamen Währungsverluste durch den schwachen Eurokurs von 6,4 Mio CHF.
Die Kosten seien erneut gesenkt worden, es seien 10 Mio CHF eingespart worden. Der Betriebsaufwand nahm indes um 1,3% auf 376,6 Mio zu. Dank zweier Gesetzesänderungen werde Skyguide eine Kompensation für nicht voll gedeckte Flugsicherungsleistungen im angrenzenden Ausland und auf Regionalflugplätzen erhalten. Damit sollen über die nächsten Jahre die angesammelten Defizite von 122 Mio CHF abgebaut werden.
Derweil will das Unternehmen die Vernetzung der beiden Standorte in Zürich und Genf vorantreiben. Ziel ist es, den gesamten Luftraum zeitweise von nur einem der beiden Zentren aus überwachen zu können.
Wie Skyguide-Geschäftsführer (CEO) Daniel Weder anlässlich der Bilanzmedienkonferenz in Wangen-Brüttisellen ausführte, sollen dafür die beiden Standorte technologisch gleich ausgerüstet werden. Diese enge Vernetzung bezeichnet Skyguide als "Virtual Center".
Für das laufende Jahr erwartet Skyguide ein moderates Verkehrswachstum von 2,5 bis 3%. Sollte die Euroschwäche anhalten, könne das die Situation erschweren, da 95% des Betriebsaufwandes in Franken aber zwei Drittel der Einnahmen in Euro anfallen. Es sei davon auszugehen, dass 2010 die Talsohle durchschritten wurde und mittelfristig wieder ein ausgeglichenes Betriebsergebnis präsentiert werden könne.
dm/ps

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