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Bern (awp) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im Geschäftsjahr 2010 wie angekündigt einen hohen Verlust erlitten. Der Konzernverlust belief sich auf 19,2 Mrd CHF, nach einem Gewinn von 10,0 Mrd im Vorjahr, wie die SNB am Donnerstag im detaillierten Geschäftsabschluss schreibt. Dabei verbuchte sie auf dem Stabilisierungsfonds für die UBS (Stabfund) einen Bewertungsgewinn von 2,6 Mrd CHF respektive 2,5 Mrd USD.
Bereits Mitte Januar gab die SNB bekannt, dass sie aufgrund hoher Verlusten auf Fremdwährungspositionen im Stammhaus einen Verlust von 21 Mrd CHF hinnehmen musste. Dieses Ergebnis habe sich auf Konzernebene durch die Konsolidierung des Stabfund um 1,6 Mrd CHF verbessert.
Der Stabfund führte die Liquidationsstrategie fort. So sank das Darlehen der SNB innert Jahresfrist von knapp 21 Mrd auf unter 12 Mrd CHF. Die zusätzlich bestehenden Eventualverpflichtungen reduzierten sich im gleichen Zeitraum von 3,9 Mrd auf 2,0 Mrd CHF. Sie würden bei einem Finanzierungsbedarf bei der SNB Kreditziehungen verursachen, sofern der Finanzierungsbedarf nicht durch die im Stabilisierungsfonds vorhandenen Mittel abgedeckt werden könne, heisst es weiter.
Wie bereits mitgeteilt hat der starke Anstieg des Schweizer Frankens insbesondere gegenüber dem Euro und dem US-Dollar einen Verlust von rund 26,5 (Vj Gewinn 2,6) Mrd CHF zur Folge gehabt. Dieser setzt sich vor allem aus Wechselkursverlusten von 32,7 Mrd und Zinserträgen auf Fremdwährungsanlagen von 5,1 Mrd CHF zusammen. Die Beteiligungstitel profitierten vom günstigen Börsenumfeld und legten um 1,5 Mrd CHF zu.
Dank dem stark gestiegenen Goldpreis entstand ein Bewertungsgewinn auf dem Gold von 5,8 Mrd CHF. Der Goldbestand blieb unverändert bei 1040 Tonnen.
Trotz des negativen Ergebnisses hält die SNB vorderhand an der Ausschüttung an Bund, Kantone und Aktionäre fest, will die Ausschüttungsvereinbarung allerdings überprüfen. Die SNB hat unter Berücksichtigung der ausserordentlichen Situation beschlossen, die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven für das abgelaufene Geschäftsjahr anstatt auf 4 Mrd auf 0,7 Mrd CHF festzusetzen.
Für das Geschäftsjahr 2010 schüttet sie - wie angekündigt - an Bund und Kantone wie in den Vorjahren 2,5 Mrd CHF aus. Daneben wird der Generalversammlung die Ausrichtung einer Dividende an die Aktionäre in der Höhe von unverändert 1,5 Mio CHF beantragt.
mk/ra

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