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SNB/Hildebrand: Gesunde Finanzpolitik und gesunder Finanzsektor äusserst wichtig

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 19:57 publiziert

Zürich (awp) - Eine gesunde Finanzpolitik und ein gesunder Finanzsektor sind äusserst wichtig für die Stabilität des Internationalen Währungssystems. Dies ist eine der Schlussfolgerungen, die ein hochkarätiges Panel von Notenbankern, Währungsspezialisten und Akademikern an einer Konferenz in Zürich zog, wie SNB-Präsident Philipp Hildebrand am Dienstagabend vor den Medien in Zürich sagte.
Weiter sei klar geworden, dass grosse und volatile Kapitalflüsse nicht nur für Entwicklungsländer, sondern auch für Industrieländer zu einem Problem werden können. Es sei unter den Experten aber auch klar, dass es kein Patentrezept zur Lösung der Probleme gebe.
Zur Situation in der Schweiz wiederholte Hildebrand, dass die SNB alles unternehmen werde, um Inflation oder Deflation zu verhindern und dass es bezüglich Wechselkurspolitik keine Änderungen gegeben habe. "Die SNB wird weiterhin eine übermässige Aufwertung des Frankens verhindern".
Den Entscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Wochenende, auch Staatsobligationen von EU-Ländern kaufen zu wollen, kommentierte Hildebrand nicht. Die EZB habe aber klar betont, dass die EZB diesen Entscheid unabhängig von der Politik getroffen habe.
Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, der ebenfalls vor die Medien trat, sagte zum Thema Spekulation, es sei klar, dass die Märkte in einer solchen Situation spekulieren würden, um auf irgend eine Art Geld zu verdienen. Man müsse das bekämpfen, das wichtigste sei aber, dass die Staaten eine gesunde Politik betreiben würden.
Die Märkte haben nach Ansicht von Strauss-Kahn gut auf den Rettungsschirm der EU-Länder reagiert. Die Solidaritätsbemühungen der Europäer seien wahrgenommen worden: "Die Europäer und die Europäische Zentralbank haben ein beeindruckendes System eingeführt, um in Not geratenen Ländern zu helfen", sagte Strauss-Kahn.
uh/ps

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