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Seit dem Sieg Macrons in Frankreich hat die politische Unsicherheit in Europa nachgelassen.

Keystone/AP EPA POOL/CHRISTOPHE PETIT-TESSON

(sda-ats)

Politische Entscheide wie der Brexit oder die Wahl von Donald Trump und Emmanuel Macron dominieren zwar die Medien, aber auf die Investitionsentscheide der Unternehmen haben sie wenig Einfluss. Dies geht aus dem jüngsten "Monitor Schweiz" der Credit Suisse hervor.

In der jüngeren Vergangenheit waren keine signifikanten Zusammenhänge zwischen der Entwicklung des Investitionswachstums und dem von der Credit Suisse errechneten "politischen Unsicherheitsindex" ersichtlich. Dieser zählt etwa die Anzahl verunsichernder Politik-Meldungen in den Schweizer Medien.

Da die Schweizerische Nationalbank (SNB) auf politische Unsicherheiten reagiere, mildere dies den Einfluss auf die Realwirtschaft, heisst es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Wesentlich zur Besonnenheit der Unternehmen tragen laut den CS-Ökonomen die Devisenmarktinterventionen der SNB bei. Diese konzentrierten sich auf Phasen mit markant erhöhter politischer Unsicherheit.

Entscheide auf fundierter Basis

Politische Ereignisse würden zwar unmittelbar auf die Stimmung der Unternehmen durchschlagen. Doch gemäss Umfragen warteten diese mit der Umsetzung konkreter Massnahmen zu, solange die Konsequenzen noch nicht abschätzbar seien, schreiben die Ökonomen weiter. Entsprechend bauten die Unternehmen erst dann Personal ab, wenn sie ein Ereignis als unumstösslich und persistent betrachteten.

Für gute Prognosen nach politischen Entscheiden sei es darum wichtig, die Einschätzung Letzterer durch Wirtschaftsakteure zu kennen, folgern die CS-Experten. Stimmungsindikatoren alleine griffen zu kurz.

Seit dem Sieg Macrons in Frankreich habe die politische Unsicherheit in Europa nachgelassen, so die Ökonomen. Die SNB werde ihre Fremdwährungskäufe kaum gänzlich einstellen, diese jedoch deutlich zurückfahren, solange die politische Stabilisierung in Europa andauere.

CS-Ökonomen bleiben optimistisch

Die positiven Entwicklungen in den europäischen Abnehmerländern seien gute Voraussetzungen für eine weitere Erholung der Exportwirtschaft. Gleichzeitig bleibt die Binnenwirtschaft solide, so die Credit Suisse. Weil sich die Arbeitsmarktlage nur schleppend erhole, helle sich aber die Konsumentenstimmung nur zögerlich auf.

Das Fazit: Insgesamt sei die Verfassung der Schweizer Wirtschaft besser, als das schwache Wirtschaftswachstum im 1. Quartal vermuten lasse. Die CS-Ökonomen halten an ihrer Wachstumsprognose von 1,5 Prozent für 2017 und 1,7 Prozent für 2018 fest.

SDA-ATS