Soldaten-Ausgang in Zivil?

Mit einer Tradition der Schweizer Armee brechen will ein hoher Militär. Divisionär Eugen Hofmeister schlägt vor, Rekruten und Soldaten nicht mehr in Uniform in den Ausgang zu lassen. Im Ausland sei das auch nicht mehr üblich.

Dieser Inhalt wurde am 25. Januar 2009 - 11:16 publiziert

"Persönlich bin ich der Meinung, dass wir uns eine Menge Probleme ersparen könnten, wenn wir die Angehörigen der Armee in Zivil in den Ausgang schicken würden", zitiert die Zeitung Sonntag Divisionär Hofmeister.

Er kritisiert, die Soldaten würden heute eine schlechte Visitenkarte abgeben. Deshalb wäre es besser, wenn man die Soldaten gar nicht mehr als Armeeangehörige erkennen würde.

Ausserdem schicke kaum eine andere Armee heute ihre Soldaten in Uniform in den Ausgang.

Ein komplettes Ausgangs-Tenü koste 162 Franken. Das könnte man sich ebenfalls sparen, so Hofmeister. Auch wisse er, dass hitzige Diskussionen auf seinen Vorschlag folgen würden.

Bekannt sei ausserdem, dass Lokale in Zentren mit Kasernen genug von Soldaten hätten: "Sie trinken (...), kiffen und koksen teilweise", zitiert der Sonntag Betroffene. In Uniform fühlen sie sich anonym, und gegenüber früher gehe ihnen heute auch das Geld nicht mehr aus.

Entsetzt äussere sich Rolf Homberger, Präsident des Unteroffizierverbands, zu diesem Vorschlag: Soldaten in Uniform sollten "geehrt und bewundert" werden, sagt er gegenüber der Zeitung.

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