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Zürich (awp) - Der Hörgerätehersteller Sonova hat im Geschäftsjahr 2010/11 Umsatz und Reingewinn gesteigert. Auf Stufe EBITA ergab sich indes ein Rückgang, wobei sich hier Abschreibungen sowie Wertberichtigungen im Zusammenhang mit dem Rückruf der Cochlea-Implantate von Advanced Bionics belastend auswirkten. Für 2011/12 wird ein weiterhin solides Umsatzwachstum erwartet, die Profitabilität dürfte allerdings unter der schwierigen Wechselkurssituation leiden. Keine News gab es zur Ernennung eines neuen CEO oder CFO.
Neu bekannt gegeben wurden heute Dienstag der um 7,7% gestiegene Betriebsgewinn von 270,8 Mio CHF und der um 6,7% gestiegene Reingewinn von 231,1 Mio CHF. Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Wertberichtigungen auf dem Advanced Bionics-Goodwill (AB) angepasst. Der Gewinn pro Aktie betrug 3,50 (3,32) CHF, der unverwässerte, Cash-basierende Reingewinn belief sich noch auf 4,27 (5,61) CHF.
Bereits am 6. Mai bekanntgegeben wurde der Umsatz, welcher in der Berichtsperiode um 7,8% auf 1,62 Mrd CHF stieg. In Lokalwährung betrug die Zunahme gar 13,3%. Der EBITA hat sich dagegen um 22% auf 326,6 Mio CHF verringert, belastet durch Wertberichtigungen auf dem AB-Goodwill von 156 Mio und Abschreibungen bei Phonak Acoustic Implants in der Höhe von 36 Mio CHF. Die Dividende soll wie im Vorjahr 1,20 CHF betragen und verrechnungssteuerfrei ausbezahlt werden.
STARKES HÖRGERÄTE-SEGMENT - HÖRIMPLANTATE SOLLEN ZWEITES STANDBEIN WERDEN
Vor allem das Hörgeräte-Segment, welches für 95,6% des Umsatzes verantwortlich zeichnete, ist im Berichtsjahr 2010/11 mit einem Wachstum von 10,1% in Lokalwährungen (LW) deutlich gewachsen. Dabei habe das organische Wachstum 5,8% betragen und das akquisitorische 4,3%, erklärte Interims-CFO Paul Thompson an der Bilanzmedienkonferenz am Dienstag. Damit sei man weiterhin schneller als der Markt gewachsen, dessen Wachstum auf 4% bis 5% geschätzt wird.
In der zweiten Jahreshälfte hat vor allem die erfolgreiche Einführung der Spice-Plattform die Wachstumsraten im First Class-Segment erhöht. "Mittlerweile verzeichnet das First Class Segment die höchste Wachstumsrate", erklärte Interims-CEO Alexander Zschokke.
Weniger erfreulich verlief die Entwicklung im Hörimplantate-Segment, welches bedingt durch den Rückruf der Cochlea-Implantate unter den Erwartungen abschnitt. "Der Umsatz des Segmentes ist nur etwas über der Hälfte dessen ausgefallen, was wir erwartet hatten", so der CEO. Die Hörimplantate sollen jedoch zum zweiten Standbein Sonovas ausgebaut werden, was aber eine Weile dauern dürfte.
Die Anstrengung lohne sich aber, da dieser Markt in Zukunft stark wachse. "Wir rechnen mit einem globalen Marktwachstum von 10 bis 15%" erklärte Zschokke weiter. Per Ende März 2011 wurden daher Advanced Bionics und Phonak Accoustic Implants in einer neuen Division zusammen geführt.
AUSBLICK VERHALTEN - AKTIE GEHALTEN
Beim Ausblick für das Gesamtjahr 2011/12 rechnet Sonova wiederum wie bereits im Vorjahr mit einem Umsatzwachstum von 8 bis 10% in LW. Weniger optimistisch zeigte sich der CFO bei der EBITA-Marge, welche zwischen 20 und 21% erreichen dürfte. Belastend wird sich auch im kommenden Geschäftsjahr vor allem die schwierige Wechselkurssituation auswirken. "Bei gleichbleibend starkem Franken erwarten wir beim Umsatz einen negativen Effekt von rund 10%, beim EBITA einen solchen von rund 60 Mio CHF."
Dabei dürfte sich das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr schwächer ausnehmen als im zweiten. Dies liege zum einen an der noch hängigen Zulassung der Cochlea-Implantate in den USA als auch an den geplanten Produktelancierungen, welche hauptsächlich im zweiten Halbjahr auf den Markt gelangen.
Investoren zeigen sich von der Zahlenpräsentation wenig beeindruckt. Sonova-Titel notieren am Dienstag gegen 14.20 Uhr 1,1% höher bei 85,95 CHF.
dl/cf

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