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Stäfa (awp/sda) - Der Personalverband Angestellte Schweiz hat am Mittwoch empört auf den "Skandal bei Sonova" reagiert. Einmal mehr hätten Manager nach dem Motto "take the money and run" gehandelt. Offenbar stehe ihnen das eigene Portemonnaie näher als das Wohl der Beschäftigten.
Noch unverständlicher werde das Geschehen angesichts der Tatsache, das Sonova ein Vorzeigeunternehmen sei, schreibt der Verband in einem Communiqué. Dass der Schaden für das Unternehmen und die Angestellten sich bei diesem Verhalten vergrössere, müssten die Verantwortlichen wohl gesehen haben.
Die Angestellten Schweiz zeigten sich "entsetzt über das Handeln der Manager Valentin Chapero und Oliver Walker".
Bevor Sonova am 16. März bekannt gegeben hatte, dass der Umsatz und der Gewinn im Geschäftsjahr 2010/11 wesentlich tiefer als erwartet ausfallen werde, wurden von Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates Aktien und Optionen im Wert von 47 Mio CHF verkauft.
Der grösste Teil stammte dabei von Verwaltungsratspräsident Andy Rihs, der 300'000 Aktien für 37,5 Mio CHF veräusserte. Ob Chapero und Walker ebenfalls Aktien oder Optionen verkauften, ist nicht bekannt.
Der neue Verwaltungsratspräsident Robert Spoerry sagte vor den Medien in Zrüich, Sonova liefere die Daten über Börsentransaktionen des Managements und Verwaltungsrats anonym an die Schweizer Börse. Als Unternehmen müsse Sonova den Daten- und Persönlichkeitsschutz einhalten.
Chapero und Walker seien nicht rausgeworfen worden, einen goldenen Fallschirm gebe es nicht, hiess es weiter. Die Staatsanwaltschaft hat mit Vorabklärungen wegen möglichen Insiderhandels begonnen. Die Schweizer Börse hat eine Voruntersuchung wegen der Gewinnwarnung veröffentlicht.
Die Angestellten Schweiz sind nach eigenen Angaben die stärkste Arbeitnehmerorganisation der Branchen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) und Chemie/Pharma. Sie zählen rund 24'000 Mitglieder.
dm

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