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Zürich (awp/sda) - Die Aktionäre des Hörgeräteherstellers Sonova haben ihrem Verwaltungsrat für das Geschäftsjahr 2010/11 (Ende März) Entlastung gegeben. Damit hat auch Ex-Verwaltungsratspräsident Andy Rihs die Décharge erhalten.
Rihs steht wie Ex-Unternehmenschef Valentin Chapero und der ehemalige Sonova-Finanzchef Oliver Walker im Zentrum eines möglichen Aktienhandelsskandals. Sonova wird von der Frage erschüttert, ob Topleute der Sonova vor Monaten unerlaubterweise mit Wissen um tiefere Gewinnprognosen Aktienpakete verkauft hatten.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich ermittelt in diesem Fall laut früheren Aussagen gegen Chapero und Walker. Laut Sonova-Verwaltungsratspräsident Robert Spoerry steht auch Rihs unter Insiderverdacht. Zudem ermittelt die Schweizer Börse wegen möglicher Verletzung der Offenlegungsvorschriften gegen Sonova.
Von 26'515'804 Stimmen waren 16'762'349 für die Entlastung. Bekannte Aktionärsgruppen wie Actares und Ethos hatten zur Verweigerung der Décharge aufgerufen, weil sie der Ansicht sind, der Verwaltungsrat habe seine Aufsichtspflicht im möglichen Insiderskandal vielleicht nicht richtig wahrgenommen.
Actares bemängelt auch, dass Sonova einen Bericht des Verwaltungsrates zu den Vorgängen im März nicht zugänglich macht. Auch die Behörden erhalten diesen Bericht nicht. Verwaltungsratspräsident Spoerry sagte dazu, die Börse und die Staatsanwaltschaft müssten ihre Arbeit unabhängig vom Sonova-Bericht machen.
Der Entschädigungsbericht, über den Sonova nicht bindend abstimmen liess, fand die Zustimmung eines Grossteils der anwesenden stimmberechtigten Aktien.
mk

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