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(neu: Aussagen aus Telefonkonferenz)
STOCKHOLM (awp international) - Beim angeschlagenen Handyanbieter Sony Ericsson zeichnet sich eine Trendwende ab. Im zweiten Quartal konnte das Gemeinschaftsunternehmen von Sony und LM Ericsson dank teurerer Geräte den Umsatz erstmals seit langem wieder steigern. Die Erlöse legten zu, obgleich weniger Handys verkauft wurden als vor einem Jahr, wie aus der Mitteilung vom Freitag hervorgeht.
Nach den Worten von Vorstandschef Bert Nordberg kamen besonders die im ersten Halbjahr 2010 neu auf den Markt gebrachten Smartphones gut an. Der Verkaufsbeginn des X10 Mini am Ende des zweiten Quartals sei hinsichtlich der Bestellungen der beste Start eines Handys in der Unternehmensgeschichte gewesen. "Wir sind jetzt gut aufgestellt für langfristiges Wachstum", sagte Nordberg mit Blick auf die neuen Geräte.
SMARTPHONE-MARKT SOLL WACHSEN - KONKURRENZ
Weltweit versuchen Handyhersteller den Erfolg von Apples iPhone zu kopieren, denn die Margen im Smartphone-Geschäft sind weitaus höher als bei einfachen Handys. Dank des Smartphone-Booms verdiente Sony Ericsson im Schnitt am einzelnen Gerät mehr. Der durchschnittliche Preis je Gerät (Average Selling Price - ASP) kletterte auf 160 Euro, ein Plus von 31 Prozent zum Vorjahr und 19 Prozent zum Vorquartal. Ob der Umschwung bei Sony Ericsson allerdings nachhaltig ist, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen.
Zwar rechnet Sony Ericsson für 2010 mit einem Wachstum des weltweiten Smartphone-Marktes von 10 Prozent, sagte Nordberg. Doch die Konkurrenz schläft nicht. "Es wird in den nächsten zwei Quartalen eine Flut von neuen Smartphones von Wettbewerbern geben", sagte der Manager. Auch der durchschnittliche Preis je Gerät, den Sony Ericsson erzielt, könnte wieder unter Druck geraten, da die nächsten Neuheiten des Handy-Herstellers den Angaben von Nordberg zufolge nun im mittleren Preissegment liegen sollen.
HÄLFTE DES UMSATZES LIEFERN SMARTPHONES
Im zweiten Quartal legte der Umsatz von Sony Ericsson auf 1,757 Milliarden Euro von 1,684 Milliarden Euro im Vorjahr zu. Das entspricht einem Plus von vier Prozent. Im Vergleich zum üblicherweise schwachen ersten Quartal stiegen die Erlöse sogar um ein Viertel. Rund 50 Prozent der Umsätze stammten von den Smartphones, erklärte der neue Finanzchef Bill Glaser. Das sei weitaus mehr als noch im Vorjahr.
Doch die Zahl der verkauften Geräte sank im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 11 Millionen Stück. Gemessen am ersten Quartal war dies ein leichter Anstieg von 4 Prozent. Seinen eigenen Marktanteil schätzt der Handyhersteller derzeit auf weltweit 4 Prozent. Sony Ericsson hat zuletzt seine Produktpalette eingedampft, um Kosten zu sparen.
AUSBLICK BLEIBT VORSICHTIG
Mithilfe eines Sparprogramms will Sony Ericsson seine Kosten nun bis Ende 2010 um 880 Millionen Euro senken. Dafür wurde 4.000 Mitarbeitern gekündigt, zuletzt hatte das Unternehmen 7.800 Beschäftigte. Bislang hat der Konzernumbau 374 Millionen Euro gekostet, im zweiten Quartal waren es 32 Millionen Euro. Trotzdem schaffte es Sony Ericsson erneut einen schmalen Gewinn auszuweisen. Unterm Strich blieben 12 Millionen Euro nach einem Verlust von 213 Millionen Euro im Vorjahr und einem Gewinn von 21 Millionen Euro im ersten Quartal.
Für den Rest des Jahres bleibt Sony Ericsson vorsichtig. Nach wie vor rechnet der Handyhersteller nur mit einem leichten Wachstum des weltweiten Markts für Mobiltelefone. Andere Prognosen sind optimistischer. Das Marktforschungsinstitut Gartner zum Beispiel erwartet einen Zuwachs von 13 bis 15 Prozent. Marktführer Nokia rechnet mit einem Anstieg um zehn Prozent./ang/nl/dct
---Von Annika Graf, dpa-AFX---

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