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AMSTERDAM (awp international) - Das scharfe Sparprogramm der vergangenen beiden Jahre hat dem niederländischen Telekomkonzern KPN Luft für einen Aktienrückkauf verschafft. KPN-Chef Ad Scheepbouwer kündigte am Dienstag bei der Vorlage der Jahreszahlen an, im laufenden Jahr Aktien im Wert von einer Milliarde Euro zurückkaufen zu wollen. Im Schlussquartal hatten die Niederländer ihren Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 1,31 Milliarden Euro gesteigert und damit ihre selbstgesetzten Ziele erreicht.
Unterm Strich verdiente KPN im vierten Quartal mit gut einer Milliarde Euro rund dreimal so viel wie im Vorjahr. Doch die Umsatzentwicklung macht deutlich, dass allein das scharfe Sparprogramm von KPN für die Gewinnentwicklung verantwortlich ist. Die Erlöse waren wie bei anderen Telekomkonzernen rückläufig, im Schlussquartal um 9,3 Prozent auf 3,37 Milliarden Euro. Selbst bereinigt um die verkauften Teile der Geschäftskundensparte Getronics betrug der Rückgang noch knapp sieben Prozent. Im Gesamtjahr sah es ähnlich aus. Grund für den Umsatzrückgang in der Branche ist der Preisdruck. Unter anderem machen die Konzerne geringere Entgelte für Roaming und Gespräche in fremde Netze für den Rückgang im vergangenen Jahr verantwortlich.
DIVIDENDE SOLL GESTEIGERT WERDEN
KPN-Chef Scheepbouwer hatte sein Unternehmen Mitte 2008 auf Sparkurs gebracht. Für 2011 will er seinen Aktionären wieder eine Dividende von mindestens 0,85 Euro je Aktie zahlen, EBITDA und Free Cashflow sollen wachsen. Für das abgelaufene Jahr sollen die Aktionäre 0,69 Euro je Aktie erhalten. 2009 erwirtschaftete KPN einen Cashflow von 2,45 Milliarden Euro, das liegt im Rahmen dessen, was Scheepbouwer geplant hatte.
Auch die deutsche Tochter E-Plus kämpfte im vierten Quartal mit rückläufigen Serviceumsätzen. Das EBITDA ebenso wie die EBITDA-Marge konnte E-Plus wie der Mutterkonzern dank niedrigeren operativen Kosten steigern. Der durchschnittlich monatliche Umsatz je Kunde sank im vierten Quartal aber noch einmal um 13 Prozent auf 13 Euro. Auch auf das Gesamtjahr gesehen ging der "Average Revenue Per User" (ARPU) zurück. Dabei konnte E-Plus die Erlöse mit seinen Prepaid-Kunden stabil halten. Die Vertragskunden gaben allerdings im Schnitt deutlich weniger aus als zuvor. Eine stärkere Nachfrage nach Datendiensten konnte den Rückgang nicht auffangen.
E-PLUS PLANT WEITER MIT 19 MIO KUNDEN
Insgesamt kam E-Plus Ende 2009 auf knapp 19 Millionen Kunden. Ende September waren es noch 18,7 Millionen. Für das kommende Jahr kündigte E-Plus-Chef Thorsten Dirks an, den Netzausbau weiter vorantreiben zu wollen. E-Plus hatte Investitionen in seine Netze in der Vergangenheit auf die lange Bank geschoben./gr/dct/wiz

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