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(Ergänzt um weitere Details)
Olten (awp) - Swiss Prime Site hat im Geschäftsjahr 2010 von der anhaltend starken Nachfrage profitiert und den Reingewinn deutlich gesteigert. Dieser Jahresabschluss ist auch der erste, in welchem die 2009 übernommene Jelmoli-Gruppe während eines ganzen Berichtsjahrs einbezogen ist. Die Anleger sollen eine unveränderte Dividende von 3,50 CHF je Aktie erhalten. Der Blick in die Zukunft ist positiv, mit den Ergebnissen hat SPS die Erwartungen der Analysten allerdings nicht ganz erreicht.
Der Gewinn vor Neubewertungen (NB) stieg um 46,6% auf 171,7 Mio CHF. Der EBIT vor NB wurde auf 324,7 Mio CHF fast verdoppelt. Die Neubewertungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 86,4 (53,9) Mio CHF, wie die Immobiliengesellschaft am Donnerstag mitteilte.
Der Ertrag aus Vermietung lag um 65,8% höher auf 417,3 Mio CHF. Der EBIT und der Reingewinn nach Neubewertung stieg um 87,4% auf 411,1 Mio CHF beziehungsweise um 25,4% auf 235,0 Mio CHF. Den Aktionären will die Gesellschaft eine Dividende von unverändert 3,50 CHF (verrechnungssteuerfrei) je Aktie ausschütten.
Damit hat SPS die Analysten-Schätzungen nicht ganz erreicht. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) prognostizierten die Analysten einen Ertrag aus Vermietung von 421,3 Mio CHF und einen Reingewinn vor Neubewertungen von 196,6 Mio CHF.
Der Marktwert des Portfolios lag Ende 2010 bei 8,0 (8,1) Mrd CHF. Das Portfolio umfasst nun noch 198 Liegenschaften. Im Rahmen des angekündigten Verkaufsprogramms und der Fokussierung auf das höchste Qualitätssegment wurden im vergangenen Jahr 33 Immobilien veräussert, darunter 22 aus dem ehemaligen Jelmoli-Portfolio. Der Verkauferlös lag bei 348,2 Mio CHF und knapp 9 Mio CHF über dem Marktwert per Ende 2009.
Der Leerstand (Ertragsausfallquote) betrug 4,2% nach 4,0% im Vorjahr. Im vergangenen Jahr hätten Verkaufsflächen noch nicht das wichtigste Nutzungssegment dargestellt. "Die Zahl belegt eindrücklich, dass die Akquisition der Jelmoli-Immobilien den Fokus auf Prime Sites verstärkt hat", wird CEO Markus Graf in der Mitteilung zitiert.
Der gesamte betriebliche Ertrag wurde auf 593,3 Mio CHF mehr als verdoppelt. Das Segment Detailhandel mit dem Warenhaus Jelmoli in Zürich habe daran einen Anteil von mehr als 30%.
Im grossen Projekt Prime Tower mit den beiden Nebengebäuden sei mittlerweile die Schlussphase erreicht. Die ersten Mieter werden ihre Flächen im Sommer 2011 beziehen, der Gastronomie- und Konferenzbereich werde im November 2011 eröffnet. Wohl noch im Dezember werde die Deutsche Bank (Schweiz) einziehen. Der Vermietungsstand lag Ende 2010 bei 85%.
Im laufenden Jahr will die Gesellschaft ihr Immobilienportfolio weiter optimieren und den Fokus auf das Kerngeschäft verstärken. Aufgrund der anziehenden Beschäftigung wird mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach Büro- und Verkaufsflächen in modernen Objekten an zentrumsnahen Lagen gerechnet. Davon dürften Gesellschaften, die ihr Portfolio wie Swiss Prime Site auf Topliegenschaften an den besten Standorten ausgerichtet haben, überdurchschnittlich profitieren, so die Mitteilung.
Im Januar wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der SPS in Zürich-Nord rund 230 Mio CHF in das Immobilienprojekt SkyKey investiert. Das 63 Meter hohe Geschäftsgebäude soll im Sommer 2014 bezugsfertig sein. Das Gebäude mit einer Mietfläche von rund 40'000 m2 werde langfristig an die Zürich Versicherungs-Gesellschaft vermietet.
Für das Gesamtjahr rechnet Swiss Prime Site bei einer Ertragsausfallrate von 4,5 bis 5,0% mit einem höheren Betriebsgewinn (EBIT vor Neubewertungseffekten) als im Vorjahr.
dm/ps/ra

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