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SPS-Stiftungsrat über Vertraulichkeit der Sitzungen einig

(Keystone-SDA) Nottwil LU – Der Stiftungsrat der Schweizerischen Paraplegiker-Stiftung (SPS) verpasst sich selber einen Maulkorb. An seiner Sitzung von heute Sonntag beschlossen die sieben Mitglieder einstimmig, sich künftig “nachteiliger Äusserungen über die Stiftung und seine Mitglieder” zu enthalten.
Alle Mitglieder würden die Vertraulichkeit der Sitzungen und der Unterlagen garantieren, teilte die SPS in einem Communiqué mit. Ausserdem würden Entscheidungen des Stiftungsrates als oberstem Organ der SPS gemeinsam vertreten.
Die SPS war in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten. 2007 wurde Stiftungs-Gründer und Präsident Guido A. Zäch wegen Veruntreuung verurteilt. Die internen Probleme hielten aber auch nach der Übernahme des Präsidiums durch den Schwyzer Ständerat Bruno Frick an.
Die alte Garde um Zäch versuchte Frick aus dem Amt zu treiben. Sie verlor den Machtkampf indes und wurde ersetzt. Doch auch danach kam die Stiftung nicht zur Ruhe. Die Kritik an Frick ging weiter. Federführend war die Gruppierung Parawatch. Sie warfen dem neuen Präsidenten vor, ihm gehe es nur um Macht und nicht um Menschen.
Mitte November zog Frick nun die Konsequenzen und kündigte an, per Ende März vom Präsidentenamt zurückzutreten. Seine Nachfolge tritt Stiftungsrat Daniel Joggi an. Frick bleibt aber weiterhin Stiftungsrats-Mitglied.
Mit seinem Bekenntnis zur Kollegialität und zur loyalen Mitarbeit will der Stiftungsrat sich künftig wieder auf sachbezogene Diskussionen konzentrieren können. “Mit dieser Einigung möchten wir ein Zeichen setzen im Interesse der Sache, das heisst gegenüber den Betroffenen, Gönnern wie auch unseren Mitarbeitenden”, wird Joggi im Communiqué zitiert.

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