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SR-111: US-Gericht entscheidet über Zivilprozesse europäischer Angehöriger

Im Zusammenhang mit dem Swissair-Absturz vor Halifax im September 1998 hat ein US-Gericht am Dienstag (15.08.) darüber beraten, ob die US-Justiz auch für die Zivilklagen der Angehörigen europäischer Opfer zuständig ist. Der Entscheid steht noch aus.

Dieser Inhalt wurde am 15. August 2000 - 16:14 publiziert

Eine Antwort vom zuständigen Richter aus Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) werde am 31. August erwartet, sagte der Anwalt Dominique Warluzel, der vier Familien von Opfern vertritt, am Dienstag in Genf.

Der Entscheid ist für die Entschädigung von Bedeutung, weil US-Gerichte den Opfern deutlich höhere Kompensationen zusprechen als europäische.

Die Swissair gab sich zurückhaltend. Man gehe davon aus, "dass die US-Justiz für die Amerikaner zuständig ist, während die Schweizer Dossiers von Schweizer Gerichten behandelt werden sollten", sagte der Sprecher der SAir-Group, Hans Klaus.

Er erinnerte daran, dass von 176 Verfahren bereits 29 auf aussergerichtlichem Weg beigelegt worden seien.

Schlüsseldatum 2. September

Warluzel seinerseits kann nicht länger warten. Falls für seine Mandanten nicht bald ein Vergleich gefunden wird, will er nach eigenen Angaben Klage in der Schweiz einreichen. Grund dafür sei, dass am 2. September die Frist für die Einreichung von Entschädigungsforderungen ablaufe, sagte er.

Die sogenannte "Warschauer Konvention" besagt, dass die Angehörigen ihre Forderungen innert zweier Jahre nach dem Unglück einreichen müssen.

Die Swissair-Maschine war am 2. September 1998 vor dem ostkanadischen Peggy's Cove abgestürzt. Dabei kamen alle 229 Menschen an Bord ums Leben.

swissinfo und Agenturen

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