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SRG SSR idée suisse begrüsst Liberalisierungsvorschläge bei TV-Werbung

Dieser Inhalt wurde am 29. Oktober 2009 - 15:50 publiziert

Bern (awp/sda) - Die SRG SSR idée suisse begrüsst die vorgeschlagene Liberalisierung bei der Fernseh- und Onlinewerbung im Grundsatz. Um gegen ausländische Konkurrenz bestehen zu können, seien Schweizer Veranstalter auf gleich lange Spiesse angewiesen.
Die Änderung der Radio- und Fernsehverordnung (RTVV) soll verhindern, dass Schweizer Sender bei der Werbung benachteiligt werden, namentlich gegenüber deutschen, französischen und italienischen Sendern. Aus Sicht der SRG drückten die geltenden Gesetze auf die Einnahmen der Schweizer Veranstalter.
Gemäss dem Vorschlag des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) soll bei der SRG die Werbezeit von heute 8 auf 15% der täglichen Sendezeit angehoben werden. Ausserdem will das BAKOM Werbung auf dem Online-Angebot der SRG zulassen.
Die SRG ist grundsätzlich für eine Liberalisierung bei der Unterbrecherwerbung. Im Rahmen des Zulässigen müssten Spots ins Programm integriert werden können. Nicht mit Werbung unterbrechen will die SRG Übertragungen von Gottesdiensten und Kindersendungen.
Mehr Einnahmen aus der Unterbrecherwerbung komme auch den Gebührenzahlern zu Gute, macht die SRG geltend.
Die Vorschläge für Werbung bei Sport und Unterhaltung sind aus Sicht der SRG sinnvoll. Sie pocht auf die Aufhebung des Werbeverbotes für ihre Online-Sites oder wenigstens auf eine Beschränkung des Verbotes auf Nachrichtenangebote.
Der Verlegerverband Schweizer Presse lehnte in der Vernehmlassung zur RTVV eine Ausdehnung der Werbezeit bei der SRG ab und ebenso den Vorschlag, Werbung auf den Online-Portalen der SRG zuzulassen. Die Verleger befürchten eine noch stärkere Verzerrung des Marktes und Nachteile für private Medien.
Auch die Vereinigung für kritische Mediennutzung (ARBUS) ist überzeugt, dass mit der Vorlage der "Service Public in einer nicht mehr akzeptablen Weise kommerzialisiert wird". Werbung im Online-Angebot der SRG will ARBUS nur "beschränkter und geordneter" Weise zulassen.
rt

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