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Stadt und Land uneinig

Die Ostschweizer wollten nicht in die UNO - und gehörten damit erstmals zu den Abstimmungs-Verlierern.

(Keystone)

Die exakte Analyse der UNO-Abstimmung zeigt: Die städtischen Gemeinden dominierten die ländlichen Regionen.

Vor allem in der Deutschschweiz polarisierte die Abstimmung über den UNO-Beitritt die Städte und die Landgemeinden. Dies zeigt eine Analyse, welche das Bundesamt für Statistik am Freitag präsentierte.

Die Städte stimmten dem UNO-Beitritt am 3. März mit 59% Ja-Anteil deutlich zu, die Landgemeinden lehnten ihn ab (45%-Ja-Stimmen).

Noch ausgeprägter ist das Bild, wenn Zentren und periphere Gemeinden verglichen werden: In den Grosszentren sagten 68% der Stimmenden Ja zum UNO-Beitritt. In den landwirtschaftlich geprägten Gemeinden waren es bloss halb so viele (34%).

Anders als in der Deutschschweiz befürworteten in der Romandie Stadt wie Land den Beitritt (66% und 56%). In der italienischen Schweiz sagten alle Nein (städtische Gemeinden: 43% Ja, Landgemeinden: 35% Ja).

Tessin gegen Romandie

Die sprachregionalen Gegensätze waren - verglichen mit anderen aussenpolitischen Vorlagen - geringer: Am grössten ist die Differenz zwischen den beiden lateinischen Sprachregionen.

Im Vergleich zur UNO-Abstimmung von 1986 steigerte vor allem die Romandie den Ja-Stimmenanteil, während im Tessin die Zustimmung nur leicht zunahm.

Knapp die Hälfte der Gemeinden wechselte vom Nein- ins Ja-Lager. 14 Gemeinden allerdings (vor allem aus der italienischen Schweiz) hatten 1986 noch Ja gesagt, nun aber den Beitritt abgelehnt.

Neu auch Ostschweiz bei den Verlierern

Die drei Grossregionen Ostschweiz, Zentralschweiz und Tessin wurden klar überstimmt. Beim Tessin ist dies laut Bundesamt für Statistik häufig der Fall. Für die beiden anderen Regionen aber sei dies ein Sonderfall.

Seit 1871 habe die Ostschweiz in insgesamt 475 Vorlagen nur in 35 Fällen gegen die Mehrheit gestimmt. Die Zentralschweiz unterlag in 46 Fällen. Das Tessin hingegen gehöre bei jeder fünften Abstimmung zu den Verlierern.

swissinfo


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