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HAMBURG (awp international) - Der Hamburger Staplerproduzent Jungheinrich ist mit einem Gewinnsprung aus der Verlustzone gekommen und rechnet in diesem Jahr weiter mit deutlichen Zuwächsen. Der Konzern gehe davon aus, dass sich das Volumen weltweit um etwa zehn Prozent auf rund 870.000 Fahrzeuge erhöhen werde, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans-Georg Frey am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Hamburg. Damit könnte das Vorkrisenniveau von 2008 nahezu erreicht werden. Der nach Toyota und Kion weltweit drittgrösste Hersteller von Gabelstaplern erwarte in diesem Jahr einen Konzernumsatz von mehr als 1,9 Milliarden Euro (2010: 1,816 Milliarden Euro).
Nach einem Verlust in Höhe von 55 Millionen Euro im Krisenjahr 2009 schloss der Konzern nach eigenen Angaben das vergangene Jahr mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von plus 82 Millionen Euro ab. Der Konzernumsatz stieg um acht Prozent (2009: 1,677 Milliarden Euro). Im vergangenen Jahr sei in allen Regionen und in allen Segmenten ein gutes Wachstum zu verzeichnen gewesen, sagte Frey. "Überall da, wo der Markt besonders stark abgestürzt ist, war die Erholung auch besonders gut." Vor allem Asien habe deutlich zugelegt, während Europa und Nordamerika aber weiter unter dem Vorkrisenniveau lägen. "Das Verhältnis Europa-Asien hat sich innerhalb der Jahre 2009 und 2010 deutlich umgedreht", sagte Frey.
Die Liquidität des Gabelstaplerherstellers mit Werken in Norderstedt bei Hamburg, Landsberg (Sachsen-Anhalt), Moosburg (Bayern), Lüneburg (Niedersachsen) und im chinesischen Qingpu liege bei rund 550 Millionen Euro, sagte Vorstandsmitglied Volker Hues. "Damit haben wir definitiv keine Nettoverschuldung mehr", betonte er. Der Überhang liege bei rund 200 Millionen Euro. Er fügte hinzu: "Wir haben im Vorstand das Ziel, immer deutlich über 20 Prozent Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu realisieren." Mit 22,7 Prozent 2010 sei der Konzern fast wieder auf dem Niveau vor der Krise angelangt.
Risiken für das Unternehmen mit rund 10.100 Mitarbeitern sieht Frey in einer Abschwächung des Aufschwungs nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme, in wieder steigenden Rohstoffpreisen und auch in der Katastrophe in Japan. Derzeit gebe es keinen Stapler-Lieferstopp wegen fehlender Bauteile aus Japan, sagte Frey. Allerdings sei schon jetzt sicher, dass es bei einer Baureihe Verzögerungen geben werde. "Das ist aber nicht so dramatisch", sagte Frey. Den Kunden könnten Alternativen angeboten werden. Mit Blick auf den japanischen Konkurrenten und Weltmarktführer Toyota, dem weit grössere Probleme drohten, sagte Frey: "Wir sehen das auch als Chance für uns, wobei wir das aber wirklich mit der gebotenen Pietät betrachten."/klm/DP/wiz1

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