Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Rorschach (awp) - Die spätzyklische StarragHeckert hat im Geschäftsjahr 2010 die Auswirkungen der Wirtschaftskrise noch nicht abschütteln können. Der Reingewinn ging um nahezu ein Drittel und der Umsatz um ein Fünftel zurück. Nach der Übernahme der deutschen Werkzeugmaschinenfirma Dörries Scharmann im Januar erhofft sich StarragHeckert nun eine bessere Position am Markt. Für das Geschäftsjahr 2011 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich.
Der EBIT der Gruppe verminderte sich um 34,4% auf 10,1 Mio CHF, die Marge sank entsprechend auf 5,1 (6,1)%. Der Reingewinn ging um 29,6% auf 8,1 Mio CHF zurück. Die Dividende soll auf 10,00 (15,00) CHF je Aktie gekürzt und in Form einer verrechnungssteuerfreien Ausschüttung von Reserven aus Kapitalanlagen als Nennwertrückzahlung geleistet werden.
Der Umsatz wurde bereits Ende Januar gemeldet. Er sank um 21,1% auf 199,2 Mio CHF zurück (währungsbereinigt -17,0%). Der Auftragseingang erhöhte sich leicht um 0,3% auf 188,3 Mio CHF (währungsbereinigt +6,2%) und der Auftragsbestand lag per Ende Jahr bei 103,9 Mio CHF (-16,4%).
AUCH NEUERWERBUNG DÖRRIES SCHARMANN MIT UMSATZRÜCKGANG
Auch die im Januar übernommene Dörries Scharmann (DST) litt im vergangenen Jahr unter der schlechten Auftragslage. Der Konzern erzielte 2010 einen um 13,2% niedrigeren Umsatz von 137,4 Mio EUR und der Betriebsgewinn brach um 51% auf 9,5 Mio EUR ein. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 5,6 Mio EUR (-53%).
Nach dem Kauf von DST für 70 Mio EUR, der einerseits mit eigenen flüssigen Mitteln, andererseits mit einem Überbrückungskredit des Mehrheitsaktionärs Walter Fust von 50 Mio EUR finanziert wurde, soll nun wie im Januar gemeldet eine Kapitalerhöhung in den nächsten Wochen durchgeführt werden. Ziel sei es, den Überbrückungskredit von Walter Fust abzulösen. Entsprechend beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Kapitalerhöhung um maximal 100'800 Namenaktien. Gleichzeitig soll ein Aktiensplit im Verhältnis 1:10 durchgeführt werden, um die Handelbarkeit der StarragHeckert-Aktie zu erleichtern.
Es ist vorgesehen, die neuen Aktien im Bookbuilding-Verfahren zu Marktbedingungen abzugeben, wobei die Bezugsrechte der bisherigen Aktionäre gewahrt bleiben. Walter Fust werde sich als Mehrheitsaktionär verpflichten, seine Bezugsrechte vollumfänglich auszuüben und jene neuen Aktien zu übernehmen, die nicht durch andere Aktionäre übernommen werden.
STARRAGHECKERT WIRD MARKANT GRÖSSER
"Der Free Float wird sich massiv erhöhen und daran bin ich auch interessiert", sagte VR-Präsident Walter Fust vor den Medien. Sollte sein Anteil am Unternehmen durch die Kapitalerhöhung wachsen, werde er einen Teil der Aktien später über den Markt wieder abstossen.
Die Synergien mit DST - mit dieser Akquisition wird sich der Umsatz von StarragHeckert annähernd verdoppeln - lassen sich gemäss Fust finanziell nicht genau beziffern. Es gebe sicherlich Synergien im Einkauf, vor allem sei DST aber aus geografischer Sicht eine ideale Ergänzung.
Für das Geschäftsjahr 2011 verbreitet StarragHeckert einen gewissen Optimismus. "Wir erwarten für 2011 einen höheren Bestellungseingang als im Vorjahr", sagte CEO Frank Brinken. Der Markt für Werkzeugmaschinen komme aus der Rezession, begründet er seine Zuversicht. Zudem verfüge das Unternehmen über einen soliden Auftragsbestand.
Stützend für das Geschäft dürften sich gemäss Brinken ausserdem die Lancierung neuer Maschinen anlässlich der Fachmesse EMO im September auswirken. VR-Präsident Walter Fust wollte sich gegenüber AWP nicht auf eine konkretere Prognose einlassen. Auf längere Sicht gesehen müssten die höheren Auftragseingänge aber auch auf die Verkäufe durchschlagen, so Fust.
An der Börse reagierte die StarragHeckert-Aktie mit einem knappen Minus von 0,1% auf die über Erwarten gut ausgefallenen Zahlen. Den grossen Sprung machte das Papier bereits im Januar mit der Ankündigung der Akquisition von DST.
cf/ps

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???