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Statt Weisse Weihnacht: Orkan bringt der Schweiz Tod und Verwüstung

Der Orkan "Kurt" hat über Weihnachten in der Schweiz Tod und Verwüstung angerichtet. Mindestens drei Menschen wurden von Bäumen erschlagen. Der Verkehr auf Schiene und Strasse wurde lahmgelegt. Die Schäden waren gewaltig.

Dieser Inhalt wurde am 26. Dezember 1999 - 15:22 publiziert

Der Orkan "Kurt" hat über Weihnachten in der Schweiz Tod und Verwüstung angerichtet. Mindestens drei Menschen wurden von Bäumen erschlagen. Mehrere Verletzte forderte ein Gondelbahnunglück im Wallis. Der Verkehr auf Schiene und Strasse wurde lahmgelegt. Die Schäden waren gewaltig.

Das Orkantief fegte am Weihnachts- und am Stephanstag in mehreren Schüben von Westen her über die Schweiz hinweg. Fatal waren die Folgen vor allem am Sonntag: In Jegenstorf bei Bern, in der Stadt Zürich und in Wolfhalden im Appenzellerland wurden drei Menschen von Bäumen erschlagen. In Wolfhalden kam eine Spaziergängerin ums Leben: ihr Begleiter musste schwer verletzt ins Spital gebracht werden. In der Stadt Zürich wurde ein Mann im Auto von einem umstürzenden Baum getötet.

Mehrere zum Teil schwer Verletzte und ein Todesopfer meldete die Walliser Kantonspolizei bei einem Gondelbahnunglück im Skigebiet von Crans-Montana. Auch hier war der Sturm die Ursache. Schon an Weihnachten war ein Autoinsasse im Bernbiet von einem umstürzenden Baum schwer verletzt worden.

Während die Schweizerische Meteorologische Anstalt (SMA) am Samstag auf dem Jungfraujoch die höchste Windgeschwindigkeit mit 230 Kilometern pro Stunde (km/h) gemessen hatte, tobte der Orkan "Kurt"am Stephanstag im Flachland mit Tempi, wie sie selbst beim verheerenden Orkan "Vivian" im Februar 1990 nicht erreicht worden waren. In Basel wurden Windspitzen von 145 Km/h und in Luzern solche von 141 Km/h erreicht. Mit Tempo 206 fegte der Sturm über das 1'100 Meter hohe Hörnli im Zürcher Oberland hinweg. In Plaffeien (FR) wurden Spitzen von 155 Km/h, in Bern solche mit 133,6 Kilometer gemessen.

Bei den Polizeidienststellen gingen Tausende von Schadensmeldungen ein. Bäume wurden entwurzelt, Strommasten geknickt, Häuser abgedeckt, Baugerüste weggefegt, Festzelte weggerissen. In verschiedenen Landesteilen fiel der Strom aus. Zahlreiche Strassen - darunter auch einzelne Autobahnabschnitte - mussten für den Verkehr gesperrt werden. Bei der Bahn ging auf vielen Strecken während Stunden gar nichts mehr. Am Nachmittag wurde der Zugsverkehr auf den Hauptverkehrsachsen von Zürich aus nach Basel, Bern und Schaffhausen eingestellt. SBB und die Polizeidienststellen vieler Kantone sprachen von chaotischen Verhältnissen. Die Polizei warnte Spaziergänger, Wälder zu betreten.

Die Verkehrsmeldezentrale des TCS rief die Automobilisten auf, nur in dringenden Fällen das Auto zu benutzen. Im Tessin schneite es bis in tiefe Lagen.

SRI und Agenturen

(PS: Auch Ihr diensttuender online-Redaktor von "swissinfo.org" entging auf dem Weg zur Arbeit nur um Haaresbreite einer herunterstürzenden Apotheken-Leuchtschrift...)

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