Navigation

Steinegger: Expo.02 braucht mehr Geld

Für 1,3 Milliarden Franken, wie von der Regierung im Oktober gefordert, sei die Expo.02 nicht zu realisieren, meint Expo-Präsident Franz Steinegger Berichten der Sonntagspresse zufolge. Es brauche eine zusätzliche Defizitgarantie des Bundes.

Dieser Inhalt wurde am 26. Dezember 1999 - 11:59 publiziert

Für 1,3 Milliarden Franken, wie von der Regierung om Oktober gefordert, sei die Expo.02 nicht zu realisieren, meint Expo-Präsident Franz Steinegger Berichten der Sonntagspresse zufolge. Es brauche eine zusätzliche Defizitgarantie des Bundes.

Nachdem die Expo-Leitung das Projekt nach zusätzlichen Sparmöglichkeiten durchforstet hat, kommt Steinegger offenbar zum Schluss, unter 1,5 Milliarden Franken sei die Landesausstellung nicht zu realisieren. Die Expo-Leitung wolle aber nicht noch einmal die Kantone zur Kasse bitten, sondern erwarte eine zusätzliche Defizitgarantie vom Bund in Höhe von rund 300 Millionen Franken.

Ob Bundesrat und Parlament dazu bereit sind, ist allerdings fraglich. Erste Reaktionen der Parteipräsidenten auf die neuen Zahlen fielen skeptisch bis ablehnend aus.

Unter der Leitung des interimistischen Finanzdirektos Rolf Dörig und mit Wirtschaftsexperten wurden verschiedene Szenarien durchgerechnet. Die Kosten eines abgespeckten Konzepts mit vier Arteplages, eine Expo ohne Arteplages und ein Projekt für eine Milliarde Franken. Die Experten kamen nun offenbar zum Schluss, auch eine zentralisierte Expo.02 sei für eine Milliarde nicht zu realisieren.

Damit können die Vorgaben des Bundesrats nicht erfüllt werden. Dieser hatte im Oktober Einsparungen in der Höhe von 290 Millionen Franken und somit eine Reduktion des Budgets auf 1,3 Milliarden Franken verlangt, dies bei gleichzeitiger Akquisition von zusätzlichen 380 Millionen Franken von der Wirtschaft. Nur unter diesen Bedingungen erklärte sich die Landesregierung bereit, das Engagement des Bundes um 250 bis 380 Mio.Fr. aufzustocken.

Die Expo-Leitung hat in ihrem neuesten Budget zwar rund 330 Mio.Fr. eingespart, doch kamen auch neue Kosten dazu, welche die Hälfte der Einsparungen wieder kompensieren. Laut Steinegger ist das Budget jetzt "stabil" bei 1,6 Milliarden Franken. Steinegger gab nun den Auftrag, bis Mitte Jahr nochmals 100 Mio.Fr. einzusparen und damit das Gesamtbudget auf 1,5 Milliarden Franken zu drücken.

SRI und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.