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Stelldichein der Berufs-Humoristen in Arosa

Dauergäste am Humor-Festival: Das Schweizer Clown-Duo Ursus und Nadeschkin.

(ursusnadeschkin.com)

Zum 13. Mal startet Arosa mit einem Lach-Training in die Skisaison. Das diesjährige Humor-Festival bietet vertiefte Einblicke in einheimisches Schaffen.

Neben Urgesteinen des Schweizer Kabaretts, wie Emil, Birgit Steinegger und Walter Andreas Müller, wagt sich auch der Nachwuchs auf die Bühne.

Das Arosa Humor-Festival geht am 10. Dezember in die 13. Runde. Während 9 Tagen sind 40 Auftritte von 85 Künstlerinnen und Künstlern aus 11 Nationen zu sehen, darunter 13 aus der Schweiz.

Prominentester Vertreter der einheimischen Szene im diesjährigen Programm ist Emil. Allerdings nicht der alte Emil in Pöstler-Uniform, sondern der Autor Emil, der aus seinen Büchern "Emil via New York" und "Wahre Lügengeschichten" liest.

Birgit Steinegger und Walter Andreas Müller präsentieren mit "Der Bundesrat kommt" die Bühnenadaption ihrer Radiosatire "Zweierleier". Die Sendung, mitunter das "Schattenkabinett" der Schweizer Regierung genannt, wurde vor zwanzig Jahren zum ersten Mal ausgestrahlt und ist inzwischen zu einer festen Institution geworden.

Einmal mehr sind auch die Publikums-Lieblinge Ursus und Nadeschkin in Arosa präsent. Das Clown-Duo ist dem Schweizer Publikum von Fernseh-Auftritten und als Gäste im Nationalzirkus Knie bestens bekannt.

Der Träger des letztjährigen Publikumspreises, Michel Gammenthaler, zeigt in diesem Jahr sein erstes abendfüllendes Programm. Im "Doppelgänger" schlüpft er in Sekundenschnelle von einem besonderen Charakter in den nächsten.

Die Geheimnisse des Bündner Humors

Zu sehen und zu hören sind auch Kabarettisten aus der Region. Die Bündner Andrea Zogg, Claudio Zuccolini, Rolf Schmid und Flurin Caviezel werden Zuschauerinnen und Zuschauer vielleicht in die Geheimnisse des Bündner Humors einweihen - sofern es so etwas gibt.

Zogg, Schmid und Caviezel traten schon am ersten Humor-Festival 1992 auf, damals als Kabaret.

Claudio Zuccolini, der von 2001 bis 2003 "Top Spots" im Schweizer Fernsehen moderierte, gibt in Arosa sein Debüt. In einer 60-minütigen intimen Beichte bekennt er sich zu seinem Dasein als "Ex-Promi" und erklärt, warum er sich als solcher nachts nicht mehr auf die Strasse traut.

Prominenz aus dem Ausland

Neben einheimsichen Künstlern hat das Festival zahlreiche Stars der internationalen Humor-Szene engagiert.

Michael Mittermeier aus Deutschland beispielsweise. Er will am Humor-Festival für mehr Ernsthaftigkeit sorgen. So befasst er sich in "Paranoid" mit der Apokalypse und fragt sich, ob die USA das jüngste Gericht überhaupt noch anerkennen und wie lange Moses noch Waffen tragen darf.

Angesagt ist auch Désirée Nick, die kürzlich in Deutschland in der Fernsehsendung "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" zur Dschungelkönigin erkoren wurde.

Freuen darf man sich auch auf die japanische Interpretation von "Rocky". Das Duo "Gamarjobat" spielt das Boxer-Drama zwar ganz ohne Sprache nach, dafür aber mit unzähligen Kostümwechseln.

In der Late-Night-Reihe gibt es echte musikalische Raritäten zu entdecken. Als Geheimtipp gilt die britische Band "Tiger Lillies". In seinen Songs erzählt das Trio von Säufern, Nutten, Zuhältern, Junkies, Gangstern und anderen Menschen, die nach der ersten Kommunion etwas den Faden verloren haben.

Begehrter Schneestern

Zum Abschluss findet am 19. Dezember die Verleihung des Künstlerpreises "Arosa Schneestern" statt. Seit 1997 wird die beste Vorstellung jeweils aus Voten von drei Jurys ermittelt. Neben einer Fachjury begutachten auch Vertreter des Publikums und der Künstler die Vorstellungen.

Im letzten Jahr ging der Preis, der jeweils von Künstlern aus der Region gestaltet wird, erstmals an einen Vertreter der Schweizer Kleinkunst, an Comedy-Zauberer Michel Gammenthaler.

swissinfo, Nicole Aeby

In Kürze

Das diesjährige Arosa Humor-Festival findet vom 10. bis 19. Dezember statt.

Die Vorstellungen werden jeweils um 14 oder 17 Uhr im Zirkuszelt, mitten im Aroser Skigebiet, und um 20 Uhr im Kino des Kursaals aufgeführt.

Neu gibt es auch zwei Matineen.

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