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Stimmen zur Wahl von Joseph Blatter

Die Wahl Joseph Blatters für eine zweite Amtsperiode von vier Jahren blieb nicht unkommentiert. Hier einige Reaktionen.

Franz Beckenbauer (Präsident des WM-Organisations-Komitees 2006): "Ich bin nicht überrascht. Wir kennen Sepp Blatter seit 30 Jahren und haben ein gutes Verhältnis zu ihm. Ich glaube, dass er die Lehren aus den ganzen Anschuldigungen und dem Geschehen beim Kongress in Seoul ziehen wird."

Issa Hayatou (Herausforderer von Blatter/Kamerun): "Es war eine leidenschaftliche Wahl. Ich bin zufrieden und erleichtert. Er hat das Vertrauen der Mehrheit bekommen, dem füge ich mich."

Lennart Johansson (UEFA-Präsident): "Ich bin erstaunt und erschrocken über das klare Ergebnis. Gerechnet hatte ich mit einem in etwa ausgeglichenen Wahlergebnis. Ich habe den Verlierer unterstützt und muss nun die Konsequenzen tragen. Diesbezüglich war es auch eine klare Niederlage für mich. Ich werde nun im Exekutivkomitee der UEFA die Vertrauensfrage stellen.

Gerhard Aigner (UEFA-Generalsekretär): "Es ist eine Enttäuschung. Wir haben auf dem Kongress aber erlebt und gehört, welche Dinge bei der FIFA im Argen liegen. Wir werden nun zusammenarbeiten. Wenn man uns jedoch an den Kahn fährt, werden wir die europäischen Interessen vertreten."

Gerhard Mayer-Vorfelder (DFB-Präsident): "Ich habe zu unserer Entscheidung, Blatter zu unterstützen, gestanden. Auch wenn es nicht allen gefallen hat. Jetzt kommt es darauf an, dass die Worte von neuem Vertrauen auch vom Herzen getragen werden. Der gute Wille von allen Beteiligten, wieder aufeinander zuzugehen, ist da. Ich halte eine Einigung für machbar."

Michel Platini (FIFA-Exekutivmitglied): "Ich bin glücklich, dass Sepp Blatter wieder gewählt wurde. Und ich werde ihm helfen. Er hat viele Probleme, wie die Pleite des Sportrechte-Vermarkters ISL/ISMM, mit grosser Energie und grossem Einsatz bewältigt."

Michel Zen-Ruffinen (FIFA-Generalsekretär): "Der Sieg von Joseph Blatter ist keine persönliche Niederlage für mich, denn ich war ja nicht sein Gegenkandidat bei der Wahl. Es ist vielmehr eine Niederlage für die Zentralverwaltung der FIFA mit den vielen Mitarbeitern, die hinter mir stehen. Mit Ausnahme von etwa 20 Personen werden diese nun alle traurig sein. Den Verbänden liegt offenbar nichts daran, dass die FIFA-Verwaltung richtig funktioniert. Ich gehe davon aus, dass das Exekutivkomitee Ende WM entscheiden wird, mich zu entlassen. Ich werde wohl aber auch freiwillig gehen, weil ich weiss, dass es nicht nochmals vier Jahre so weiter gehen kann."

Ralph Zloczower (SFV-Präsident): "Als Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes begrüsse ich natürlich diesen Wahlausgang. Ich hätte ihn in dieser Deutlichkeit nicht erwartet und bin freudig überrascht. Herzliche Gratulation."

Marcel Mathier (Ex-SFV-Präsident und FIFA-Kommissionsmitglied): "Ich war mir immer sicher über den Sieg von Joseph Blatter. In dieser Höhe war er aber doch sehr überraschend. Das Vertrauen in ihn hat sich weltweit dokumentiert. Ich denke, dass sich die Schmutzkampagne der Vergangenheit gegen die Verursacher gewendet hat. Fasziniert hat mich die geistige Beweglichkeit Blatters. Der Kongress am Dienstag lief schlecht für ihn, und trotzdem war er heute wieder in Bestform."

Jean-Paul Brigger (FIFA-Angestellter): "Joseph Blatter hat diesen Sieg verdient. Ein schlicht sensationelles Ergebnis nach den schlimmen letzten Monaten. Es ist ein ausgezeichnetes Zeugnis für die geleistete Arbeit bei der FIFA und gibt uns allen Auftrieb. Die Niederlage muss den Gegnern zu denken geben. Hoffentlich gewinnt nun aber wieder der Fussball die Oberhand."

Corinne Blatter Andenmatten (Tochter): "Dass mein Vater es schafft, stand für mich und unsere Familie immer fest. Ich hätte jedoch nicht erwartet, dass es bereits im ersten Wahlgang klappt. Jetzt können wir endlich aufatmen. Zusammen mit meinem Mann, den Schwiegereltern und meinem Onkel mit seiner Frau, die alle ebenfalls nach Seoul gereist sind, werden wir jetzt erst einmal feiern gehen."

swissinfo und Agenturen

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