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Stimmung weniger negativ

Die Konsumentenstimmung in der Schweiz erholt sich weiter vom Katastrophen-Herbst.

(Keystone Archive)

Die Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich im zweiten Quartal nach dem Einbruch im Katastrophen-Herbst vom letzten Jahr nochmals leicht erholt.

Der Index lag im April zwar mit minus neun weiter im negativen Bereich. Dies sind laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) aber zwei Punkte über dem Januar-Wert und acht Punkte über dem vom letzten Oktober. Ökonomen zeigen sich von der Entwicklung nicht überrascht.

Der Index, der vierteljährlich mit einer Umfrage bei 1100 Haushalten erhoben wird, erholte sich seit dem Einbruch im Oktober 2001 nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September weiter. Im Oktober war der Index um 29 auf minus 17 Punkte abgesackt.

Wirtschaftslage positiver beurteilt

Im folgenden Quartal (Januar-Erhebung) hatte sich der Index dann leicht auf minus 11 verbessert. Bei der neusten Befragung im April habe sich nun die Stimmung nochmals verbessert, heisst es in einer seco-Erklärung vom Montag weiter.

Markant besser beurteilten die Haushalte die Entwicklung der Wirtschaftslage in den vergangenen 12 Monaten. Dieser Teilindex stieg von minus 50 Punkten im Januar 2002 auf minus 34 Punkte im April, wie die Umfrage bei 1100 Haushalten ergab.

Etwas schlechter stuften die Haushalte hingegen ihre eigene finanzielle Lage ein. Im Blick zurück schätzten sie ihre Finanzlage über die letzten zwölf Monate mit minus 2 Punkten gegenüber plus 2 Punkten im Januar leicht schlechter ein. Der Ausblick für die nächsten 12 Monate fällt mit plus 8 (Januar plus 14) Punkten ebenfalls etwas weniger optimistisch aus.

Grundsätzliche Aufhellung

Die übrigen Indikatoren, die nicht in den Index einfliessen, entwickelten sich uneinheitlich. Negativer bewertet als im Januar wurden die Teuerung und die Möglichkeit, Ersparnisse zu bilden. Das sich grundsätzlich aufhellende Stimmungsbild werde jedoch nicht spürbar getrübt, schreibt das seco weiter.

Den Zeitpunkt für grössere Anschaffungen (Autos, Haushaltmaschinen, Möbel) bewerteten die Schweizerinnen und Schweizer minim ungünstiger. Hingegen beurteilten sie die Sicherheit der Arbeitsplätze weniger negativ und stuften die erwartete Wirtschaftsentwicklung optimistischer ein.

Im Rahmen der Erwartungen

"Ich bin nicht überrascht von der Entwicklung", sagte seco-Chefökonom Amyo Brunetti. Gegenüber der Periode direkt nach dem 11. September habe sich die Stimmung Das seco rechne für die zweite Hälfte 2002 mit einer Verbesserung der allgemeinen Wirtschaftslage. Dies werde sich auch auf die Stimmung der Konsumenten positiv auswirken, die weiterhin leicht verunsichert seien, sagte Brunetti.

Bernd Schips, Leiter der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF), sieht seine Erwartungen ebenfalls bestätigt. Da der Index der Konsumentenstimmung auf den subjektiven Eindrücken der befragten Schweizerinnen und Schweizer beruhe, dürfe nicht jeder Ausschlag des Indexes überinterpretiert werden. Der Konsum der privaten Haushalte sei immer noch hoch, was die Wirtschaft antreibe, sagte Schips.

Entwicklung des Arbeitsmarktes

Für Andreas Höfert, Ökonom der UBS Warburg, entsprach die Entwicklung der Konsumentenstimmung exakt der UBS-Prognose. Es sei klar gewesen, dass der Index noch unter Null bleibe, da die zwei wichtigsten Faktoren, Arbeitslosigkeit und Inflation, in den letzten Monaten ungefähr gleich oder leicht schlechter ausgefallen seien.

Ob der Index im laufenden Jahr wieder den Sprung in den positiven Bereich schaffen werde, hänge stark von der Entwicklung am Arbeitsmarkt ab. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte laut Höfert Mitte 2002 einen Höchststand erreichen. Im Anschluss daran werde sich auch die Konsumentenstimmung weiter verbessern.

swissinfo und Agenturen

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