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Strabag-Geschäft stabil - Konjunkturprogramme helfen (AF)

Dieser Inhalt wurde am 30. April 2010 - 13:07 publiziert

WIEN (awp international) - Mit Aufträgen aus Konjunkturprogrammen will der österreichische Baukonzern Strabag in diesem Jahr sein Geschäft sichern. Staatliche Investitionen in Verkehrswege- und Ingenieurbau sollen helfen, den Nachfragerückgang im privaten Sektor auszugleichen, teilte der Konzern mit Sitz in Wien am Freitag bei der Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen 2009 mit. Deshalb werde 2010 ein ähnlich stabiles Ergebnis wie im vergangenen Jahr erwartet.
2009 steigerte das Unternehmen trotz Baukrise im Vergleich zum Vorjahr Umsatz, Gewinn und Mitarbeiterzahl um je drei Prozent: Der Umsatz erhöhte sich um 320 Millionen auf 12,55 Milliarden Euro, der Gewinn stieg um 4,5 Millionen auf 161,5 Millionen Euro. Während sich die Bauleistung im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 13,02 Milliarden Euro verringerte, stieg der Auftragsbestand um den gleichen Wert auf 13,97 Milliarden Euro.
Als Grund für das stabile Überstehen der Wirtschaftskrise nennt der Konzern seine breite Aufstellung in vielen verschiedenen Märkten und eine hohe Eigenkapitalquote von 32 Prozent, die schnelles Reagieren ermögliche. "Flexibilität im Hinblick auf Produkte und vor allem Märkte ist weiter das Gebot der Stunde", sagte der Vorstandsvorsitzende Hans Peter Haselsteiner. Der Konzern wolle sich weiter in Nischensegmenten wie Eisenbahnbau, Umwelttechnik oder Wasserstrassenbau engagieren. Auch erwartet Haselsteiner, dass die öffentliche Hand 2012 im Kampf gegen Arbeitslosigkeit auf Bauinvestitionen setzen wird. Daher sei von einer weiter stabilen Entwicklung auszugehen.
Die Strabag ist mit 75.548 Mitarbeitern (Stand 2009) einer der grössten Baukonzerne Europas. Ab Oktober soll der russische Oligarch Oleg Deripaska (42) nach Worten von Haselsteiner wieder als Grossaktionär mit 25 Prozent einsteigen. Mit ihm verhandelt die Strabag bereits über lukrative Grossprojekte für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, die der Russe als Generalunternehmer vergibt. Haselsteiner war am Freitag zuversichtlich, dass die Strabag zumindest den 600 Millionen Euro schweren Auftrag zum Bau des Olympischen Dorfes bekomme. Unterschrieben sei zwar noch nichts, aber die Gespräche seien auf einem guten Weg./mib/DP/wiz

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