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Strabag verringert Verluste im ersten Quartal (AF)

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2010 - 09:23 publiziert

WIEN (awp international) - Der österreichische Baukonzern Strabag hat seine Verluste im ersten Quartal 2010 verringert und den Auftragsbestand dank neuer Infrastrukturprojekte in Polen um 22 Prozent deutlich erhöht. Das Periodenergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitrum um 9 Prozent auf minus 128,7 Millionen Euro (nach Minderheiten: minus 117,8 Mio Euro), wie das Unternehmen am Montag mitteilte.
Der Auftragspolster ist 15,6 Milliarden Euro schwer. "Meine Vorstandskollegen und ich gehen weiter davon aus, das Geschäftsjahr sowohl bei der Leistung als auch beim Ergebnis auf Vorjahresniveau abschliessen zu können", zeigte sich Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner für das Gesamtjahr 2010 zuversichtlich.
In den ersten drei Monaten ging die Bauleistung noch um 16 Prozent auf 1,837 Milliarden Euro zurück. Der konsolidierte Umsatz sank um 14 Prozent auf 1,789 Milliarden Euro. Der Konzernchef begründete diese Einbrüche mit dem "sehr langen und harten Winter" sowie dem "Auslaufen einiger Grossprojekte im Nahen Osten und in Russland". Die beiden ersten Quartale lieferten typischerweise einen negativen Ergebnisbeitrag, der durch das Ergebnis im zweiten Halbjahr überkompensiert werde. Der Personalstand wurde um 7 Prozent auf 68.318 Arbeitnehmer gekürzt.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen wurden zum Jahresauftakt von 71 Prozent auf 68 Prozent des Umsatzes zurückgenommen. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging dadurch um 31 Prozent auf 46,02 Millionen Euro zurück. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von minus 3,2 auf minus 2,6 Prozent. Im EBITDA enthalten ist den Angaben zufolge eine "akquisitionsbedingte erfolgswirksame Aufwertung" der tschechischen Bahnbaugesellschaft Viamont in Höhe von 24,6 Millionen Euro. Gleichzeitig sei eine Abschreibung des Viamont-Firmenwertes in Höhe von 14 Millionen Euro vorgenommen worden.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich damit um 20 Prozent. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) verminderte sich um 2 Prozent auf 149,89 Millionen Euro. Der Nettofehlbetrag je Aktie ging im ersten Quartal von 1,13 Euro auf 1,03 Euro zurück. Ohne den Sondereffekt in Zusammenhang mit der Aufstockung der Anteile an Viamont von 50 auf 100 Prozent wären das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie laut Strabag in etwa auf Vorjahresniveau ausgefallen./kre/ivn/APA/dc

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