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Basel (awp) - Der Dentalimplantatehersteller Straumann hat im ersten Quartal 2011 mit fast 10% den höchsten negativen Währungseffekt seiner Geschichte erfahren und in Franken entsprechend einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Wegen des "anhaltend gedämpften" Konsumklimas gibt sich Straumann für das laufende Jahr vorsichtig. Welchen Einfluss die Katastrophe in Japan auf den Dentalmarkt hat, sei schwer vorauszusagen. Abschreibungen beim japanischen Distributor sind nicht ausgeschlossen.
Der Umsatz sank im Berichtsquartal um 5,4% auf 188,4 Mio CHF, während in Lokalwährungen gerechnet die Verkäufe um 4,3% gestiegen wären. Das Wachstum führt Straumann auf Volumensteigerungen im Implantatgeschäft und Verkäufe von Scannerausrüstungen zurück. Nach Regionen betrachtet leistete Nordamerika den Hauptbeitrag.
Der negative Fremdwährungseffekt werde zwar in der zweiten Jahreshälfte nachlassen, erklärte Straumann-CEO Beat Spalinger im Gespräch mit AWP. Er schliesst jedoch nicht aus, dass Straumann auch im Gesamtjahr 2011 einen tieferen Umsatz in Franken rapportieren muss.
EUROPA LAHMT - WACHSTUMSTREIBER NORDAMERIKA
In der grössten Region Europa gingen die Verkäufe um 8,8% auf 113,9 Mio zurück. Der negative Währungseffekt betrug 11 Prozentpunkte: In Lokalwährungen wäre in dieser Region der Umsatz um 2,2% gewachsen. Der Markt hatte nach Angaben von Straumann weiterhin mit gedämpftem Verbrauchervertrauen, Staatsschulden und den Nachwirkungen der Rezession zu kämpfen.
Die Dentalmärkte warten weiterhin auf einen substanziellen Aufschwung. Der Zeitpunkt hängt nach Einschätzung von Spalinger von der Region Europa ab. Trotz einem etwas weniger dynamischen Jahresauftakt 2011, als es sich nach dem Schlussquartal 2010 abgezeichnet hatte, geht der Firmenlenker unverändert davon aus, dass der Gesamtmarkt im laufenden Jahr ein mittleres einstelliges Prozent-Wachstum zeigen und Straumann etwas stärker zulegen wird.
In Nordamerika sei der Umsatz in Lokalwährungen mit 8,0% auf ein Quartals-Rekordniveau geklettert. Der negative Währungseffekt wirkte sich jedoch mit fast 12 Prozentpunkten gar noch stärker als in Europa aus, wodurch der berichtete Umsatz um 3,7% auf 40,1 Mio CHF sank.
STARKER FRANKEN SETZT GEWINN UNTER DRUCK - GEGENWIND AUS JAPAN
Die voraussichtlich anhaltende Stärke des Schweizer Frankens werde jedoch weiteren Druck auf den Gewinn ausüben, mahnt Straumann. Die Gruppe werde daher ihre Bemühungen zur Effizienzsteigerung fortsetzen und sei zuversichtlich, die EBIT-Marge 2011 auf einem Niveau von rund 20% halten zu können. Bei den Massnahmen handle es sich um laufende Optimierungen und nicht um einschneidende Massnahmen, betonte Spalinger gegenüber AWP. Eine Verlagerung der Produktion weg von der Schweiz sei nicht geplant.
Ausgenommen von dieser Aussagen sind jedoch allfällige Auswirkungen der Unglücke in Japan auf Verkäufe und Gewinne. Gegenwind droht dem Basler Unternehmen auch aus möglichen Wertminderung bei einem japanischen Distributor. Zur Debatte steht die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte bei der japanischen Tochter. Deren Gesamtbetrag bezifferte der CEO auf 48 Mio CHF. Über die mögliche Höhe des Abschreibers wollte Spalinger nicht spekulieren: "Alles ist möglich, auch dass gar nichts kommt", sagte er.
AKTIE WIRD VERKAUFT
Die Aktien von Straumann notieren am Mittwochnachmittag deutlich tiefer und büssen in einem etwas fester tendierenden Gesamtmarkt 5,1% auf 227,40 CHF ein. Die Umsatzzahlen sind unter den Erwartungen der Analysten ausgefallen. Der Markt verliere bereits wieder an Dynamik, befürchten einzelne Analysten. Nobel Biocare geraten in Sippenhaft und notieren derzeit 4,5% tiefer auf 18,56 CHF.
Nach Auffassung eines Experten ist im Dentalimplantatemarkt keine Wachstumsbeschleunigung sichtbar. Diese sei vom Aktienmarkt - mit Blick auf die stattliche Bewertung der Straumann-Aktie - aber bereits vorweggenommen worden. Die hohe Erwartungshaltung wurde zuletzt auch von den guten Zahlen des Mitbewerbers Biomet geschürt.
ra/mk/rt

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