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Streik legt Transit-Verkehr lahm

Am Gotthard steht der Schwerverkehr erneut still - dieses Mal wegen eines für Dienstag ausgerufenen Generalstreiks in Italien.

(Keystone Archive)

Der für Dienstag ausgerufene Generalstreik in Italien wirkt sich über die Grenzen weg aus. Der Ausstand legt auch den Transit-Schwerverkehr in der Schweiz lahm.

Der Kanton Uri verhängte am Montag vorsorglich die "Phase Rot" für die aus Norden einfahrenden Lastwagen. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) riet generell von Fahrten in Richtung Süden ab.

Die "Phase Rot" wurde vom Kanton Uri um 15.50 Uhr ausgerufen und galt vorerst bis zum In-Kraft-Treten des Nachtfahrverbots um 22.00 Uhr, wie Polizeisprecher Karl Egli sagte. Von Norden her in die Schweiz einreisenden Lastwagen-Chauffeuren wurde die Durchfahrt über die Gotthard- und die San-Bernardino-Achse untersagt.

Egli betonte, dass die Massnahme im Unterschied zur erstmaligen Verhängung der "Phase Rot" durch den Kanton Uri am 21. März nicht wegen Überlastung der Gotthardachse beschlossen worden sei.

Vielmehr werde an der Südgrenze zu Italien am Dienstag wegen des Generalstreiks keine Abfertigung des Schwerverkehrs möglich sein. Die Urner Kantonspolizei will am Dienstag eine neue Lagebeurteilung vornehmen.

Krisen-Massnahmen

Gleichzeitig löste das Bundesamt für Strassen (ASTRA) zusammen mit den Kantonen an den Transitachsen jene Massnahmen aus, die für Krisenszenarien vorgesehen sind. Laut ASTRA-Mitteilung wurde der Transit- und Exportverkehr, der die Grenze am Montag nicht mehr passieren konnte, in die Warteräume in Chiasso, Personico und Ambri im Kanton Tessin eingewiesen.

Der Binnenverkehr ist zwar von den Massnahmen nicht betroffen. Das ASTRA ging aber davon aus, dass die Warteräume im Tessin noch am Montagabend ausgeschöpft waren und der Schwerverkehr am Dienstag in Graubünden, Uri, Nidwalden, Luzern und allenfalls im Aargau angehalten werden muss.

Damit dürfte auch der Binnenverkehr von den Folgen des italienischen Generalstreiks nicht verschont bleiben. Das Bundesamt riet deshalb generell von Fahrten in Richtung Süden ab.

Endstation Chiasso

Der Generalstreik in Italien hatte ebenfalls am Montag auch schon Auswirkungen auf den Zugverkehr in der Schweiz. Fast alle internationalen Züge von und nach Italien wurden gestrichen. Am Grenzbahnhof Chiasso wurden 27 Züge gestoppt. Am Dienstag verkehren zwischen 9 und 17 Uhr keine Züge zwischen der Schweiz und Italien.

Vom Streik beeinträchtigt wird auch die Schifffahrt auf dem Lago Maggiore und dem Luganer-See. Der Flugverkehr wird ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

swissinfo und Agenturen

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