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STUDIE/PWC: Opel-Konzept 'nicht besonders robust'

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2009 - 12:50 publiziert

FRANKFURT/BERLIN (awp international) - Das Sanierungskonzept für den Autobauer Opel ist nach einer Studie im Auftrag der Bundesregierung "nicht besonders robust". Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa kam die Beratungsgesellschaft PWC (PriceWaterhouseCoopers) zu dem Ergebnis, dass die Absatzplanung der designierten Opel-Mutter Magna ein "ausserordentliches Risiko" für Planverfehlungen berge. Regierungskreise bestätigten am Mittwoch in Berlin einen Bericht des "Handelsblatts" (Mittwoch), wonach das Konzept zu wenig Spielraum für Abweichungen nach unten umfasse. Trotz erheblicher Bedenken ist Opel aus Sicht der Berater aber "grundsätzlich sanierungsfähig". Der Plan zur Neuaufstellung des Autobauers sei tragfähig, urteilte PWC.
Die positive Bewertung gilt als Voraussetzung dafür, dass die vom österreichisch-kanadischen Zulieferer geforderten Staatshilfen von 4,5 Milliarden Euro fliessen können. Deutschland will nur einen Teil der Kredite und Bürgschaften beisteuern, auch andere Opel- Standortländer sollen sich beteiligen.
'HB': KOMMISSION ENTSCHEIDET IN ZWEI BIS VIER WOCHEN ÜBER STAATSHILFE
Nach Informationen des "Handelsblatts" will die EU-Kommission die Rettung Opels nicht mit langwierigen Genehmigungsverfahren behindern. Die Entscheidung über die geplanten Staatshilfen werde in zwei bis vier Wochen fallen. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes stufe den Fall mittlerweile als eine Rettungsbeihilfe im Zusammenhang mit der Finanzkrise ein. Damit werde es möglich, den Fall schnell und unbürokratisch abzuschliessen.
Unterdessen gehen die Verhandlungen zwischen Magna , Opel, General Motors (GM) und den europäischen Arbeitnehmervertretern weiter. Die Gespräche seien kompliziert, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz: "Wir müssen hart arbeiten." Umstritten ist noch, welche Rechte die Belegschaft im Gegenzug für ihre Beteiligung am neuen Unternehmen bekommt. Die Betriebsräte verlangen Minderheitenschutz, aber auch Mitbestimmungsrechte bei geplanten Standortverlagerungen. Dafür verzichten die Mitarbeiter bis 2014 jährlich auf Urlaubs- oder Weihnachtsgeld im Umfang von 265 Millionen Euro. Auf Deutschland entfielen davon 176,8 Millionen Euro.
KREISE: OPEL-MAGNA-DEAL WIRD KOMMENDE WOCHE BESIEGELT
Die Einigung bei den Verhandlungen ist eine Voraussetzung für die Vertragsunterzeichnung. Nach dpa-Informationen soll die Übernahme Opels durch den Zulieferer Magna Anfang kommender Woche besiegelt werden.
An dem neuen Unternehmen wollen Magna und die russische Sberbank jeweils 27,5 Prozent halten, 35 Prozent sollen beim Alteigentümer GM bleiben, zehn Prozent soll die Belegschaft übernehmen./hs/tb/DP/he

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