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Sucharbeiten am Julierpass eingestellt

Auch bei schönem Wetter nicht ungefährlich. Lawinenabgänge in der Nähe der Julier Passstrasse, die nun verschüttet wurde.

(Keystone)

Die Sucharbeiten auf dem Lawinenkegel auf der Südseite des Julierpasses sind am Montag (08.01.) 18.00 Uhr ergebnislos abgebrochen und eingestellt worden. Laut Polizei sprechen alle Anzeichen dafür, dass keine Autos von der Lawine erfasst wurden.

Alle bei der Polizei eingegangenen Hinweise auf mögliche Vermisste hätten sich in der Zwischenzeit geklärt, teilte die Bündner Kantonspolizei am Montagabend mit. Ein Augenzeuge hatte der Polizei am Sonntag berichtet, dass am Julier mindestens zwei Autos von den insgesamt fünf Lawinenzügen erfasst worden sein könnten.

Die Vermisstensuche war am Montagnachmittag nach einem Erkundungsflug mit einem Helikopter und künstlich ausgelösten Lawinen fortgesetzt worden, nachdem sie am Sonntagabend um 20.00 Uhr wegen akuter Lawinengefahr eingestellt worden war.

Auf beiden Seiten des Lawinenkegels waren Pneulader und Schneeschleudern sowie fünf Lawinenhunde-Teams im Einsatz. Auch stand den rund 40 Rettungskräften ein Metalldedektor zur Verfügung. Mit Sondierstangen wurde der verschüttete Bereich nochmals abgesucht.

Das kantonale Tiefbauamt arbeitete bis Montagabend 22.00 Uhr an der Räumung der Julierpassstrasse. Die Räumungsarbeiten sollen am Dienstagmorgen fortgesetzt werden. Wegen des schweren Nassschnees kamen die Arbeiten nur langsam voran. Die Passstrasse bleibt bis auf weiteres geschlossen.

42 Personen evakuiert

Wegen grosser Lawinengefahr mussten am Sonntagabend in Silvaplana-Surlej 42 Personen vorsorglich aus Häusern evakuiert werden. Sie wurden in Zivilschutz-Unterkünften und Hotels untergebracht.

Am frühen Montagmorgen donnerte zudem im bündnerischen Camus im Lugnez eine 50 Meter breite Lawine zu Tal und verschüttete die Kantonsstrasse mit einer vier Meter hohen Schneeschicht. Es wurden jedoch weder Fuss- noch Fahrzeugspuren gesichtet, so dass vermutlich keine Personen zu Schaden kamen. Die Valserstrasse ab Camuns wurde für den Verkehr gesperrt.

Grosse Lawinengefahr

Die Lawinengefahr im Bündnerland hat sich nach den Niederschlägen auf den Montag mit einem Neuschnee-Zuwachs von bis zu 80 Zentimetern deutlich verschärft. Im Berner Oberland und im Wallis sowie in den Waadtländer Alpen bestand eine erhebliche Lawinengefahr.

swissinfo und Agenturen



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