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Sulzer 9 Mte: Bestellungseingang sinkt um gut 30% - Ausblick unverändert (AF)

Dieser Inhalt wurde am 19. Oktober 2009 - 08:00 publiziert

(Durchgehend ergänzt, unter anderem um weitere Aussagen zum Ausblick und zu den Divisionen)
Winterthur (awp) - Die Sulzer AG hat beim Bestellungseingang in den ersten neun Monaten 2009 in etwa den erwarteten Rückgang erlitten. Gegenüber der Situation nach sechs Monaten hat sich der Rückgang jedoch nicht mehr beschleunigt und Sulzer spricht auch von einer tendenziellen Stabilisierung. Für das Gesamtjahr wird unverändert ein deutlicher Rückgang der Bestellungen erwartet.
Der Bestellungseingang nach neun Monaten brach um 31,6% auf 2'278,8 (VJ 3'330,9) Mio CHF ein. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseinflüsse lag das Minus gegenüber dem Vorjahr bei 29,1%, wie der Industriekonzern am Montag mitteilte. Die Veränderungsraten sind mit den Werten des ersten Semesters praktisch identisch. Die negativen Währungseffekte hätten angehalten, wogegen sich Akquisitionen leicht positiv ausgewirkt hätten.
Damit hat Sulzer am oberen Ende der Erwartungen der Analysten abgeschlossen. Der AWP-Konsens für den Bestellungseingang lag bei 2'246,5 Mio CHF.
Die Aktivitäten in den meisten Schlüsselmärkten hätten klar unter dem Niveau des Vorjahres gelegen. In den letzten Monaten habe sich der Bestellungseingang jedoch tendenziell stabilisiert. Alle Regionen waren von der sich verschlechternden Wirtschaftslage betroffen, einige aufstrebende Märkte allerdings weniger stark.
Besonders stark vom Rückgang betroffen waren die Industrien Öl und Gas (Förderung und Transport) sowie Kohlenwasserstoffverarbeitung. Die Energieerzeugungsindustrie sei dagegen "relativ robust" geblieben, habe sich allerdings erwartungsgemäss abzuschwächen begonnen.
Schwach sei die Nachfrage im Automobilsektor und im Papier- und Zellstoffmarkt, während die Aktivitäten in der Luftfahrtindustrie begonnen haben, "etwas zurückzugehen".
In den Kernbereichen nahmen die Bestellungen um 31,6% auf 2'270,8 (3'317,5) Mio CHF ab (bereinigt -29,1%). Das grösste bereinigt Minus verzeichnet nach neun Monaten die Division Chemtech (-44,2%). Während die grösste Division Pumps und die Division Metco je rund 26% weniger Bestellungen haben als in der Vergleichperiode, steht die Division Turbo Services mit einem Minus von 15,2% vergleichsweise gut da.
Mit Blick auf die Zukunft schreibt Sulzer, dass alle Regionen weiterhin vom Abschwung betroffen sein werden. Allerdings dürften die Aktivitäten in einigen aufstrebenden Märkten vergleichsweise stärker bleiben. Für 2009 rechnet Sulzer wie bisher mit einem "deutlich tieferen" Bestellungseingang als im Jahr 2008.
Eine rasche Erholung der Schlüsselmärkte sei nicht zu erwarten, heisst es weiter. Wie angekündigt ist Sulzer dabei, die Kostenstruktur und die Kapazitäten an die deutlich tiefere Marktnachfrage anzupassen. Dieses Programm werde dabei helfen, die Herausforderungen des schwierigen Marktumfeldes zu meistern. Der anhaltende Fokus auf Innovation führe zu erweiterten und neuen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen.
Parallel zu diesen Kostenanpassungen liege der Fokus weiterhin auf der Schaffung von langfristigem Mehrwert. Die langfristigen Aussichten für betriebskritische Lösungen bezeichnet Sulzer als weiterhin positiv.
Bei der Präsentation der Halbjahreszahlen hiess es bereits, es werde mit einem deutlichen Rückgang von Bestellungseingang sowie einem Rückgang von Umsatz, Betriebsergebnis und Umsatzrendite gegenüber 2008 gerechnet.
CEO Ton Büchner bestätigte bei jener Gelegenheit die bisherigen Mittelfristprognosen von Sulzer. Demnach ist über die kommenden drei Jahre einschliesslich 2009 mit einem jährlichen durchschnittlichen Umsatzrückgang von 5 bis 8% sowie einem Rückgang der EBIT-Marge in die Grössenordnung von rund 10% zu rechnen.
cf/ps

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