Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Der Telekomkonzern Sunrise hat Rekurs gegen die Mitte Dezember 2010 verfügten Preissenkungen der Kommunikationskommission (ComCom) beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Dabei geht es um Preise, die Wettbewerber an den Marktführer Swisscom zahlen.
Der mit 17,30 CHF für 2009 respektive 16,70 CHF für 2010 festgesetzte Preis für den entbündelten Teilnehmeranschluss (TAL) sei gegenüber dem Jahr 2008 zwar erneut etwas gesenkt worden, aber nach Auffassung von Sunrise immer noch zu hoch - gerade im Vergleich zum europäischen Mittel, teilte das Unternehmen am Montag mit.
Die ComCom hatte Ende 2010 nicht nur den Preis für die Entbündelung der letzten Meile für die Jahre 2009 und 2010 reduziert, sondern auch die Preise für Kollokation und Interkonnektion.
Für den Zugang zur letzten Meile hatte die Swisscom für 2009 und 2010 einen monatlichen Mietpreis von 18,80 CHF respektive 18,40 CHF von der Konkurrenz gefordert. Gegen diese Preise hatte sich Sunrise bei der ComCom gewehrt und eine Überprüfung verlangt.
Der festgelegte Entbündelungspreis liegt laut Angaben des Regulators vom Dezember noch rund 4 CHF über dem europäischen Mittel. Bereits im Jahr 2008 hatte die ComCom den Entbündelungspreis reduziert, und zwar auf 18,18 CHF für 2008. Ursprünglich hatte die Swisscom 31 CHF verlangt.
Sunrise betreibt den Löwenanteil der entbündelten Anschlüsse in der Schweiz. Das Unternehmen wendet sich mit dem Rekurs auch gegen die zugrundeliegende Kostenberechnung. Die überhöhten Preise resultierten aus der nicht korrekten Umsetzung der sogannten LRIC-Methode (Long Run Incremental Cost), so die Argumentation von Sunrise.
Das längst abgeschriebene Festnetz der Swisscom könne noch immer als vollständig neu bewertet werden, was zu ungerechtfertigt hohen Preisen führe. Dies führe zu einer Diskriminierung der privaten Telekomdienstleister und verhindere letztlich wirksamen Wettbewerb, erklärte die Swisscom-Konkurrentin.
Die ComCom hatte seinerzeit auf den rechtlichen Rahmen verwiesen: Die Kostenberechnung nach der sogenannten LRIC-Methode sei in der Fernmeldedienstverordnung vorgeschrieben. Mit der bisherigen Praxis setze die Behörde die bestehenden Vorgaben gesetzeskonform um.
cc/uh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???