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(Mit CEO-Aussagen)
Zürich (awp) - Der Telekomanbieter Sunrise hat im ersten Quartal 2011 weniger Umsatz erzielt, den operativen Gewinn aber gesteigert. Die Nummer zwei am Markt profitierte dabei hauptsächlich von der Entwicklung im Mobilfunk. Ende Jahr will Sunrise das bereits erwartete eigene Angebot für Internet-TV lancieren.
CEO Oliver Steil bezeichnete das erste Jahresviertel als sehr erfreulich. Vor allem das eigentliche Kerngeschäft von Sunrise, Mobilfunk-Abonnemente, habe sich "sehr gut entwickelt", sagte er am Donnerstag.
Zwar ging der Umsatz im ersten Quartal um 3,7% auf 477 Mio CHF zurück, wie die Swisscom-Konkurrentin mitteilte. Grund waren Rückgänge im internationalen Handel mit Telefonieminuten. Ohne das sogenannte Hubbing-Geschäft wäre der Umsatz um 1,0% gestiegen.
Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich dagegen um 7,7% auf 141 Mio CHF. Die entsprechende Marge stieg auf 29,6%. Der Reingewinn lag bei 217'000 CHF, nach einem pro-forma Verlust von 19,7 Mio CHF. Wegen des Eigentümerwechsels kommt es bei Sunrise zu nicht-cashwirksamen Abschreibungen. Der dänische Telekomkonzern TDC hatte die Gesellschaft an den Finanzinvestor CVC verkauft, woraufhin die Aktiven neu bewertet wurden.
Im Mobilfunk hält der Boom bei den Smartphones an. Der Umsatz legte um 6,6% auf 300 Mio CHF zu und die Zahl der Mobilfunk-Kunden stieg um 7,5% gegenüber dem Vorjahr, wobei alleine im ersten Quartal 19'800 Abonnenten mit festem Vertrag dazukamen. Ein Teil davon seien ehemalige Prepaid-Kunden, ein Teil stamme vom Markt, sagte Steil.
Sunrise konnte die Präsenz ausbauen, der Marktanteil auf dem Mobilfunknetz stieg auf 23,8%. "Nach unserer Einschätzung haben wir vor allem zu Lasten von Orange Markanteile gewonnen, zum Teil kommen die Kunden aber auch von Swisscom", so der Sunrise-Chef gegenüber AWP.
Der Festnetzumsatz ging dagegen um mehr als ein Fünftel auf 134 Mio CHF zurück und der Umsatz mit Internetdiensten sank um 2,8% auf 44 Mio CHF. Wegen mehr Kunden mit entbündelten Anschlüssen habe sich die Marge allerdings verbessert, hiess es.
Mit dem geplanten Internet-Fernsehen will Sunrise Ende Jahr an den Start gehen. Das TV-Angebot werde die üblichen Merkmale haben, wie Aufnahmefunktion und elektronischer Programmführer, sagte Steil. Details, etwa zum Umfang an Sendern, würden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Um die nötige Bandbreite zur Verfügung zu haben, greift Sunrise vorerst auf die VDSL-Technik der Swisscom zurück. "In einem zweiten Schritt ist geplant, unsere eigene ADSL2+-Technik zu nutzen", so Steil. Mittelfristig hat Sunrise Glasfaserleitungen im Blick, die über deutlich mehr Bandbreite verfügen.
Nach der Übernahme durch CVC stieg die Netto-Verschuldung von Sunrise deutlich, ging aber per Ende März leicht zurück, auf das 4,15-fache des EBITDA. "Wir erwirtschaften einen guten Cashflow und können einen Teil dazu verwenden, die Schulden abzubauen. Das soll kontinuierlich erfolgen", betonte der CEO.
Derzeit verfügt das Unternehmen über 85 Shops in allen Landesteilen. Bis Ende Jahr sollen weitere Läden hinzukommen. Auch der Ausbau und die Modernisierung des Netzes schreitet voran, nachdem es wegen des gescheiterten Mergers mit Orange zu Verzögerungen gekommen war. Das Unternehmen will in fünf Jahren insgesamt 1 Mrd CHF in die Infrastruktur investieren.
Derzeit ist Sunrise noch auf der Suche nach einem neuen Chief Operating Officer, wie Firmenchef Steil sagte. "Wir haben dort aber keinen Handlungsdruck", betonte er. Der bisherige COO Floris Alders hatte das Unternehmen per Ende April verlassen. Hans Jörg Denzler, ehemaliger Chef von Colt Schweiz, soll als Leiter des Wholesale-Geschäfts ab Juli die Geschäftskunden-Aktivitäten unterstützen.
cc

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