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SV Group 2009: Umsatz stagniert - Gewinn sinkt um 55%

Dieser Inhalt wurde am 28. April 2010 - 16:15 publiziert

Zürich (awp/sda) - Der Gastronomiekonzern SV Group hat seine Dienstleistungen in der Schweiz, Deutschland und Österreich 2009 ausgebaut. Die Zahl der Betriebe, welche die Gruppe führt, steigerte sich in den drei Ländern von 520 auf 545. Beim Umsatz stagniert die Gruppe hingegen.
Der Einnahmenrückgang von 2% auf 616 Mio CHF sei wechselkursbedingt, erklärte Finanzchef Ulrich Liechti am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Stark zurückgegangen ist der Gewinn: So fiel das Betriebsergebnis (EBIT) um 33% auf 5,6 Mio Franken, während der Reingewinn um 55% auf 3,2 Mio CHF absackte.
Das Ergebnis versalzen hat der SV Group unter anderem die Schliessung des Wagamama-Restaurants in Winterthur, was einen Abschreiber von 1,5 Mio CHF mit sich zog. Das Konzept, eine asiatisch inspirierte Lifestyle-Nudelbar, kam dort bei den Kunden nur verhalten an. Die Wagamama-Restaurants will die SV Group deshalb nur noch in den Grosszentren Zürich und Genf betreiben.
Am Kerngeschäft Personalrestaurants, mit dem das Unternehmen immer noch fast drei Viertel des Umsatzes erwirtschaftet, prallten die Folgen der Krise weitgegend ab. In der Schweiz hat die Gruppe unter anderem auch eine Reihe von Grosskonzernen als Kunden, die ihre Mitarbeiter weiterhin aus den SV-Küchen verköstigen lassen. Die SV Group führt nun auch alle Personalrestaurants der SBB.
Gespürt hat die SV Group die Rezession umso mehr im Zusatzgeschäft: Eine sinkende Nachfrage im Veranstaltungs-Geschäft in Deutschland und weniger Grossanlässe namentlich in der Autobranche hätten nicht kompensiert werden können, sagte Unternehmenschefin Susy Brüschweiler, welche die SV Group 15 Jahre lang bis Ende 2009 geführt hatte.
Ihr Nachfolger Philippe Echenard stellte neue Konzepte vor, mit der das Unternehmen seine Angebote breiter fächern will: Die SV Group wolle im Gesundheitswesen wachsen und baue im Bereich der Fitness-Gastronomie stetig aus. Auch in der Hotel-Gastronomie betätige sich die Gruppe mit Erfolg, vor allem in Zusammenarbeit mit der internationalen Luxushotelkette Marriott.
In den Einkaufszentren Westside bei Bern und im Glattzentrum in Zürich-Wallisellen eröffnet die Gruppe zwei Restaurants der Kette Spiga mit mediterraner Küche. Ähnlich wie bei Wagamama ist die SV Group Franchisenehmerin.
Darüber hinaus kündigte Echenard an, dass in Deutschland neue Seniorenheime eröffnet würden. Das Veranstaltungs-Catering soll 2010 wieder mehr Geld abwerfen.
ra

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