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SVP-Präsident erwägt Doppel-Kandidatur.

Ist bereit für Kandidatur: Die Zürcher Regierungspräsidentin Rita Fuhrer. Keystone

Nach der Bereitschaft der Zürcher Regierungs-Präsidentin Rita Fuhrer für die Bundesrats-Kandidatur erwägt SVP-Parteipräsident Ueli Maurer einen Doppelvorschlag für die Ogi-Ersatzwahl. Der Thurgauer Roland Eberle ist der erste offizielle Kandidat

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2000 - 22:10 publiziert

Die Delegierten der SVP des Kantons Thurgau nominierten den 47-jährigen Agronomen am Donnerstag-Abend (02.11.) einstimmig zu Handen der SVP-Fraktion der Bundesversammlung.

SVP-Kantonalpräsident Willy Nägeli erinnerte daran, dass der Thurgau seit
66 Jahren nicht mehr im Bundesrat vertreten war und in der Geschichte des Bundesstaats erst drei Mitglieder der Landesregierung gestellt hat.

Der im Kanton Zürich geborene und aufgewachsene Eberle ist seit sechs Jahren Mitglied der Thurgauer Kantonsregierung. Er ist Vater von drei Knaben. Im Militär bekleidete er den Rang eines Oberleutnants.

Doppelkandidatur möglich

"Es ist durchaus möglich, dass es zu einer Doppelkandidatur kommen könnte, wenn Frau Fuhrer das Rennen in der Fraktion macht. Dies geschehe, um den SVP-Bundesratssitz nicht zu "verscherzen", da Zürich bereits im Bundesrat vertreten sei, sagte Maurer weiter.

Desavouierung vermeiden

Die Strategie eines Doppelvorschlags macht für den Berner Politologen Hans Hirter durchaus Sinn. So könne die SVP am 6. Dezember eine Desavouierung durch das Parlament vermeiden. Da keine der Regierungsparteien die Mehrheit in der Bundesversammlung hat, kann jeder Partei ein Bundesrat "aufgezwungen" werden, wenn die andern Parteien zusammenhalten.

Hirter geht nun davon aus, dass "jemandem vom Zürcher Flügel" eine Nomination aus der Mitte gegenübergestellt wird - und zwar aus dem bisher bekannten Kandidatenkreis. Die Überraschungswahl eines totalen Aussenseiters schliesst der Politologe aus. Keine Chance räumt Hirter zudem den Rauswurf-Plänen der SP ein. Diesem "Versuch, in die Medien zu kommen", fehle ein realer Hintergrund.

Aargauer Nationalrat Siegrist verzichtet

Der Aargauer Nationalrat Ulrich Siegrist bewirbt sich nicht um die Nachfolge von Bundesrat Adolf Ogi. Mit der Absage hat er am Donnerstag eine tagelange Spekulation um seine Person beendet.


Nebst der Zürcher Regierungspräsidentin Rita Fuhrer haben damit bisher der Bündner Ständerat Christoffel Brändli, der Berner Ständerat Samuel Schmid und der Thurgauer Regierungsrat Roland Eberle ihr Interesse am Bundesratsjob bekundet.

swissinfo und Agenturen

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