Swatch: Mehr Luxus und Prestige

Swatch-Chef Nicolas Hayek Keystone Archive

Nach dem Rekordjahr 2000 will der weltweit grösste Uhrenproduzent, die Swatch Group, weiter wachsen. In diesem Jahr ist eine Umsatz-Zunahme von zehn bis zwölf Prozent geplant, wie Konzernchef Nicolas Hayek am Mittwoch (02.05.) in Biel sagte. Beim Ausbau hat er weiter den Luxusbereich im Visier.

Dieser Inhalt wurde am 02. Mai 2001 - 16:03 publiziert

"Die Dimensionen ändern sich, wir brechen nun zu neuen Ufern auf", sagte Hayek an der Bilanz-Pressekonferenz. Beim Umsatz ist ein Wachstum von zehn bis zwölf Prozent budgetiert. Gemäss Edgar Geiser, Finanzchef und Mitglied der Konzernleitung, strebt die Swatch Group einen kraftvollen Ausbau des Konzerns in allen Gebieten an. Zahlen zum ersten Quartal wollte Hayek aber nicht bekannt geben.

Hayek sagte, der Konzern solle hauptsächlich intern erweitert werden. Im Zusammenhang mit den momentanen Lieferschwierigkeiten steht dabei vor allem auch ein Ausbau der Produktionen im Vordergrund.

Ausbau der Luxusmarken

Nach den Erfolgen mit den Uhren der Luxusklasse im letzten Jahr will die Swatch Group die Prestige- und Luxusmarken weiter ausbauen und auch vermehrt eigenen Schmuck in den Handel bringen, wie Geiser sagte. Nach Angaben von Arlette Emch, Mitglied der Konzernleitung, sollen im laufenden und im nächsten Jahr weitere Läden auf der ganzen Welt ihren Tore öffnen. Geplant sind eigene Geschäfte unter anderem in Paris, Frankfurt, Amerika, England und im Nahen Osten.

Vor drei Wochen startete die Swatch Group das E-Commerce in den USA mit scherzhaften Zeitungsartikeln. Der Markt zeige sich äusserst vielversprechend, sagte Hayek. Die im Internet gekauften Uhren könnten vorerst nur in Nordamerika ausgeliefert werden. Die Einführung von E-Commerce in der Schweiz und in Europa ist noch offen.

Swatch in engerer Auswahl für das Projekt Easy-R!de

Nach den ersten erfolgreichen Tests mit dem elektronischen Ticket-System der Schweizerischen Bundesbahnen SBB steht die Swatch Group zusammen mit Siemens im "Final", wie es an der Medienkonferenz hiess. Bei dem Projekt der SBB sollen Benützer öffentlicher Verkehrsmittel mit einer Chip-Karte beim Ein- und Aussteigen von Sensoren erfasst werden können.

Nick Hayek ging auch auf die laufenden Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Expo.02 ein. Man habe den Veranstaltern der Landesaustellung entgegen deren üblichen Praxis ein bereits abgeschlossenes Projekt vorgeschlagen und warte nun auf eine Antwort von Seiten der Expo.02.

Im vergangenen Jahr hatte die Swatch Group, wie bereits berichtet, den Konzerngewinn um 48 Prozent auf 651 Millionen Franken gesteigert. Die Verkäufe hatten um 17,6 Prozent auf 4'263 Mrd. Franken zugenommen.

swissinfo und Agenturen

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