Navigation

Swatch Group verdoppelt Konzerngewinn

Swatch

Nach dem Rekordergebnis des letzten Jahres hat die Swatch Group in den ersten sechs Monaten 2000 nochmals massiv an Tempo zugelegt. Der weltgrösste Uhrenproduzent machte mehr als doppelt so viel Gewinn wie im ersten Halbjahr 1999.

Dieser Inhalt wurde am 21. August 2000 - 07:05 publiziert

Konzernchef Hayek bezeichnete die Entwicklung als ausserordentlich gut.

Der Konzerngewinn erhöhte sich laut Mitteilung vom Montag (21.08.) um 115,8 Prozent auf 300 Mio. Franken. Das Betriebsergebnis wuchs um 77,1 Prozent auf 310 Mio. Franken. Der Umsatz erreichte nach einer Steigerung von 22,3 Prozent die Zwei-Milliarden-Franken-Grenze (1,977 Mrd. Franken). "Es läuft wirklich aussergewöhnlich gut", sagte Konzernchef Nicolas G. Hayek auf Anfrage.

Alle Geschäftsbereiche haben sich im ersten Quartal positiv entwickelt. Überdurchschnittliche Zuwachsraten wiesen die Luxusuhren und die elektronischen Systeme auf. Je nach Marke machten die Verkaufszunahmen bei den Luxusuhren 35 bis 50 Prozent aus, wie Hayek sagte.

Der Einfluss der Währungsveränderungen auf die Umsatzzunahme - der positive Effekt des hohen Dollars wurde durch die Abschwächung der Eurowährungen teilweise kompensiert - wird vom Konzernchef auf rund drei Prozent geschätzt. Zum massiven Sprung beim Konzerngewinn trug auch das Finanzgeschäft entscheidend bei, das einen Nettoerfolg von 62 Mio. Franken abwarf.

Produktionskapazitäten sollen erweitert werden

Die Swatch Group kündigte für die nächsten drei bis vier Jahre ein Investitionsprogramm im Umfang von zwei Mrd. Franken an. Es soll unter anderem der Erweiterung der Produktionskapazitäten und der Verstärkung des Distributionssystems dienen. Akquisitionen sind in dieser Summe nicht enthalten, sollen nach den Worten von Hayek aber vor allem bei den elektronischen Systemen weitergeführt werden.

"Bei den Markenuhren gibt es im Moment nicht mehr viel zu kaufen", bemerkte der Konzernchef in Anspielung auf den im Juli erfolgten Verkauf des Mannesmann-Uhrensektors an die Richemont-Gruppe. Finanzierungsprobleme für die Investitionen bestehen laut Hayek nicht.

Hoher Bestellungseingang verursacht Lieferprobleme

Der Ausblick wird mit den üblichen Vorbehalten des Weihnachtsgeschäfts, des starken Wachstums im Vorjahr sowie der Ungewissheit bei den Währungen versehen. Hayek wollte sich deshalb nicht auf eine Gewinn- und Umsatzprognose für das ganze Jahr einlassen. Die letzten drei bis vier Monate des Jahres seien für die Branche nach wie vor ganz entscheidend. Der Halbjahresgewinn entspricht allerdings bereits 68 Prozent des Vorjahresgewinns. Auch der Bestellungseingangist gemäss Hayek anhaltend hoch, so dass der Konzern mit Lieferengpässen zu kämpfen hat.

Bei der 1999 übernommenen Luxusuhrenmarke Breguet seien die Bestellungen doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Wegen der Lieferprobleme wurden dieses Jahr die traditionellen Uhrmacherferien gestrichen, wie Hayek sagte. "Wir schliessen die Betriebe nicht; die Leute können Ferien machen, wann sie wollen", sagte er. Zudem wurde der Schichtbetrieb ausgebaut.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.