Swatch übernimmt weitere Luxusmarke

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch Group übernimmt eine weitere Luxusuhrenmarke. Wie das Unternehmen am Dienstag (25.04.) mitteilte, handelt es sich um die Montres Jaquet-Droz SA in La Conversion (VD). Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Dieser Inhalt wurde am 25. April 2000 - 13:55 publiziert

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch Group übernimmt eine weitere Luxusuhrenmarke. Wie das Unternehmen am Dienstag (25.04.) mitteilte, handelt es sich um die Montres Jaquet-Droz SA im waadtländischen La Conversion. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Jaquet-Droz kommt auf einen Jahresumsatz von weniger als fünf Millionen Franken und beschäftigt rund 20 Personen, wie Swatch-Sprecherin Beatrice Howald auf Anfrage sagte. Die billigsten Uhren der Unternehmung kosten in Stahlversion 7'000 bis 8'000 Franken. Nach oben ist die Preishöhe offen, wie Howald sagte.

Daneben stellt Jaquet-Droz auch hoch komplizierte mechanische Spielautomaten her; dabei handelt es sich etwa um so genannte Androiden - mechanische Menschenfiguren (Bild), die beispielsweise schreiben können - oder um mechanische, pfeifende Vögel. Die Produkte von Jaquet-Droz werden hauptsächlich in Fernost abgesetzt.

Die Uhrenmarke geht auf den 1721 in La Chaux-de-Fonds (NE) geborenen Uhrenmacherpionier Pierre Jaquet-Droz zurück. Swatch will die übernommene Firma als Profit Center weiterführen und alle Arbeitsplätze erhalten. Jaquet-Droz gehörte bisher einer Venture-Kapitalfirma auf den Caymaninseln und privaten Minderheitsaktionären in der Schweiz.

Mit der Übernahme von Jaquet-Droz baut Swatch das bestehende Segment der Prestige- und Luxusuhren sowie das oberste Marktsegment des Konzernsweiter aus, zu dem unter anderem Blancpain, Omega, Hatot, Longines und Rado gehören.

Erst im vergangenen September hatte der Uhrengrosskonzern die Uhrenfirma Breguet im Valle de Joux mit 460 Beschäftigten von einer britischen Investorengruppe übernommen; sie gehört ebenfalls zu den ältesten Uhrenfabriken der Welt.

Im vergangenen August hatte Swatch angekündigt, 400 bis 500 Millionen Franken für Übernahmen aufwenden zu wollen, und zwar in den Bereichen Uhren, Mikro-Elektronik und Mikro-Technik. Interesse meldete Swatch-Chef Nicolas Hayek kürzlich auch für die Uhrenmarken IWC, Jaeger LeCoultre sowie Lange & Söhne an.

In jüngster Vergangenheit kamen auch andere Schweizer Luxusuhrenmarken in neue Hände. So wurde die Ebel SA von der französischen Luxusartikelgruppe LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton SA übernommen. LVMH kaufte auch die Luxusuhrenfirmen TAG Heuer in Marin (NE) und Zenith in Le Locle (NE). Die Marke Corum wurde vom US-Geschäftsmann Severin Wunderman zu 90 Prozent erworben.

swissinfo und Agenturen

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