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Swiss: Die Kosten im Griff

Ein gutgelaunter André Dosé bestaunt im Verkehrshaus Luzern einen Nostalgie-Flieger.

(Keystone)

Die neue Schweizer Fluggesellschaft Swiss befindet sich laut Swiss-Chef André Dosé auf Kurs. Bereits ab 2004 will sie Gewinn erzielen.

Nach 100 Tagen Betrieb arbeite die Swiss besser als erwartet, sagte André Dosé am Samstag an der Generalversammlung des Verkehrshauses der Schweiz in Luzern. Er sei zuversichtlich, dieses Jahr die gesteckten Ziele zu erreichen. Für nächstes Jahr stellte Dosé schwarze Zahlen und ab 2004 Gewinn in Aussicht.

Die Sitzauslastung in Europa betrage 60 Prozent, bei den Interkontinental-Flügen gar 82 Prozent. Diese Werte lägen über dem Budget. Über den Atlantik sei die Swiss bis Ende August ausgebucht.

Hängige Fragen

Das Unternehmen habe aber noch mit einigen Problemen zu kämpfen. Der Gesamtarbeitsvertrag mit den ehemaligen Crossair-Piloten müsse noch unter Dach gebracht werden. Ein Schiedsgericht befasst sich derzeit mit der Frage, ob die Swiss in diesem Zusammenhang vertragsbrüchig geworden war. Dosé erwartet in Kürze einen Entscheid.

Unsicherheiten ergeben sich aus den juristischen Problemen, insbesondere in Frankreich, wo die Swiss unter Beschuss geraten war, um die Schulden der Swissair abzudecken. Die Swiss sei aber nicht die Nachfolge-Gesellschaft der Swissair und könne deshalb die Verpflichtungen nicht übernehmen, betonte Dosé.

Auch müssten intern weitere Verbesserungen vorgenommen werden, um dem aufgebauten Image einer hochklassigen Fluggesellschaft gerecht zu werden. Es sei in den vergangenen Monaten Vieles geschehen, man dürfe aber keine Wunder erwarten.

Komplizierter Start

Die Swiss sei in einer äusserst schwierigen Zeit entstanden, sagte Dosé weiter. Nach den Attentaten in den USA sei die Flugindustrie in einem Ausmass zusammen gebrochen, das es seit dem Zweiten Weltkrieg nie gegeben habe. Für 2002 rechne die Branche mit Verlusten in der Grössenordnung von 6 Mrd. Franken.

Für die Swiss könne dies aber auch eine Chance sein. Die Branche sei geprägt von Überkapazitäten. Die Swiss sei jedoch bereits in einer redimensionierten Form gestartet. Das Unternehmen sei heute rund 30 Prozent kleiner als die Swissair samt Crossair. Zudem habe die Swiss die Kosten im Griff.

Allianz mit OneWorld

Es gehe nicht darum, Grösse zu erreichen, sondern profitabel zu arbeiten, betonte Dosé. Die Schweizer Gesellschaft habe in Europa einen Marktanteil von 6 Prozent, weltweit 2,2 Prozent. Die Schweizer Gesellschaft werde nie an eine Lufthansa oder British Airways herankommen.

Doch suche die Swiss die Allianz mit OneWorld, der neben British Airways die American Airlines, Quantas, Finnair und Cathy Pacific Airways umfasst. 50 Prozent des Marktes werde von den drei grossen Allianzen dominiert.

swissinfo und Agenturen


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