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swiss: Kosten im Griff

Profitabel, nicht gross: Dies das Ziel von swiss-Chef André Dosé.

(Keystone)

Die neue Schweizer Airline befindet sich laut André Dosé auf Kurs. Trotz einiger Probleme und einem schwierigen Marktumfeld werde die Gesellschaft ab 2003 schwarze Zahlen schreiben.

Nach 100 Tagen Betrieb arbeite die swiss besser als im Budget erwartet, sagte Dosé am Samstag in Luzern an der Generalversammlung des Verkehrshauses der Schweiz. Er sei zuversichtlich, dieses Jahr die Ziele zu erreichen. Für nächstes Jahr sei der Turnaround geplant, ab 2004 wolle die swiss Gewinn erzielen.

De Sitzauslastung in Europa betrage 60 Prozent, bei den Interkontinental-Flügen betrage die Auslastung 82 Prozent. Die Werte lägen über dem Budget, sagte Dosé. Über den Atlantik sei die swiss bis Ende August ausgebucht.

Kabinenpersonal gesucht

Die gute Auslastung bringt der neuen Schweizer Fluggesellschaft allerdings auch schon wieder Rekrutierungs-Sorgen. Bis Ende Jahr sucht die swiss noch mindestens 240 Flight-Attendants.

Wer jemanden vermitteln kann, wird mit 500 Franken belohnt. Die Vermittlungsprovision werde aber nur ausbezahlt, wenn die betreffende Person die dreimonatige Probezeit besteht und einen Schweizer Pass besitzt, bestätigte swiss-Sprecher Sacha Wigdorovits einen Bericht der "NZZ am Sonntag".

Ziel der swiss sei, den Pool von Flight-Attendants inklusive Teilzeit-Mitarbeitenden von rund 4200 auf rund 4500 zu erhöhen, sagte Wigdorovits. Teilzeitbeschäftigte wurden angefragt, ob sie ihr Pensum nicht erhöhen wollten. Zu diesem Schritt werde aber niemand gezwungen.

Die Zahl der Kündigungen pro Monat liege mit 60 in der Grössenordung wie früher bei Swissair und Crossair.

Offene Fragen bleben

Auch sonst hat das Unternehmen noch mit einigen Problemen zu kämpfen. Der Gesamtarbeitsvertrag mit den ehemaligen Crossair-Piloten müsse noch unter Dach gebracht werden, sagte Dosé in Luzern. Ein Schiedsgericht befasst sich derzeit mit der Frage, ob die swiss in diesem Zusammenhang vertragsbrüchig geworden war.

Gemäss "NZZ am Sonntag" sind für den Montag letzte Gespräch der verschiedenen Parteien geplant, um vielleicht doch noch einen Vergleich zu erzielen.

Unsicherheiten ergeben sich aus den juristischen Problemen, insbesondere in Frankreich, wo die swiss unter Beschuss geraten war, um die Schulden der Swissair abzudecken. Einmal mehr betonte Dosé, die swiss sei nicht die Nachfolgegesellschaft der Swissair und könne deshalb die Schulden nicht übernehmen.

Profitabilität im Vordergrund

Es gehe nicht darum, Grösse zu erreichen, sondern profitabel zu arbeiten, sagte Dosé. Die Schweizer Gesellschaft habe in Europa einen Marktanteil von 6 Prozent, weltweit 2,2 Prozent. Die swiss werde nie an eine Lufthansa oder British Airways herankommen.

Doch suche die swiss die Allianz mit OneWorld, die neben British Airways die American Airlines, Quantas, Finnair und Cathy Pacific Airways umfasst. Ob und wann die swiss der Allianz betreten kann, ist weiterhin nicht sicher.

swissinfo und Agenturen

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