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Swiss Life 2009 mit Gewinn - Umbau läuft auf Hochtouren (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 30. März 2010 - 15:20 publiziert

Zürich (awp) - Die Swiss Life hat - gemessen am fortgeführten Geschäft - im Jahr 2009 nach einem Milliardenverlust im Vorjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das Unternehmen habe operativ markante Fortschritte gemacht, der Restrukturierungsprozess sei in vollem Gange, erklärte CEO Bruno Pfister am Dienstag vor den Medien. Der Start ins neue Jahr sei gelungen.
Ohne die 2008 veräusserten Einheiten in Belgien und Holland und ohne die verkaufte Banca del Gottardo belief sich der Gewinn auf 324 Mio CHF nach einem Verlust von 1,1 Mrd CHF. Unter dem Strich weist die Swiss Life einen Gewinn von 277 (VJ 345) Mio CHF aus. Den Aktionären soll eine Dividende von 2,40 CHF je Aktie ausgeschüttet werden, nach der Nennwertreduktion von 5,00 CHF im Vorjahr.
STARKES PRÄMIENWACHSTUM - VERBESSERTES ANLAGEERGEBNIS
Zum guten Resultat habe etwa die Steigerung des Prämienvolumens beigetragen, sagte Finanzchef Thomas Buess. Das Volumen wuchs um 9% auf 20,2 Mrd CHF. Währungsbereinigt resultierte gar ein Plus von 12%.
In Deutschland steigerte die Gruppe die Einnahmen währungsbereinigt um 15%. Im Segment Übrige, wo die Swiss Life steuerbegünstigte Versicherungsprodukte für reiche Kunden (PPLI) und Vorsorgelösungen für global tätige Unternehmen (Corporate Solutions) anbietet, verdoppelte sich das Prämienvolumen auf 5,3 Mrd CHF. Dabei habe die Gruppe im Vertrieb von sogenannten Insurance Wrappers weniger von der italienischen Steueramnestie, sondern vielmehr von der internationalen Ausrichtung des Geschäfts profitiert.
Auf der anderen Seite gingen die Prämien in den wichtigen Märkten Schweiz (-8%) und Frankreich (währungsbereinigt -3%) zurück.
Der Umsatz von AWD sank um 16% auf 529 Mio EUR und Restrukturierungen führten zu einem negativen EBIT von 41 Mio EUR. Restrukturierungskosten dürften im laufenden Jahr beim AWD keine mehr anfallen und Goodwill-Abschreibungen seien nicht zu befürchten, beruhigte der Finanzchef die Anleger. In den ersten beiden Monaten 2010 habe der AWD schwarze Zahlen geschrieben.
Mit den Kapitalanlagen erwirtschaftete die Swiss Life auf dem Versicherungsportfolio Nettoerträge von 4,3 Mrd CHF, nach nur 289 Mio im Vorjahr. Die Anlageperformance betrug 7,5 % (VJ -0,7%) und die Nettoanlagerendite 3,9% (0,3%). Zur Verbesserung hätten deutlich geringere Ausfälle im Kredit-Portfolio und die gute Entwicklung bei Immobilien geführt, so Buess.
MILESTONE-PROGRAMM LÄUFT AUF HOCHTOUREN
Der Umbau der Swiss Life laufe derzeit mit über 500 Initiativen auf Hochtouren, sagte Buess. Enttäuscht zeigte sich der Finanzchef von der Neugeschäftsmarge, die 2009 auf 0,9 (1,1)% sank. Mit der Förderung neuer Produkte soll dieses Manko behoben werden. Ziel ist es, bis 2012 eine Marge von über 2,2% zu erzielen.
Ein weiterer wichtiger Pfeiler des Milestone-Programms ist die Förderung des Vertriebs insbesondere über Drittkanäle und den AWD. So sei der Absatz von Swiss Life-Produkten über den AWD in Deutschland auf 380 Mio EUR verdoppelt und in der Schweiz auf 112 (11) Mio CHF stark erhöht worden.
Auf der Kostenseite konnte die Swiss Life ebenfalls erste Erfolge verbuchen. Rund die Hälfte der Kostensenkungsmassnahmen seien umgesetzt worden, so Bruno Pfister. Ohne Restrukturierungskosten habe die Kostenbasis 2009 bereits um 10% reduziert werden können. Bis 2012 sollen die Kosten im Vergleich zu 2008 um 350 bis 400 Mio CHF gesenkt werden.
Mit der Stärkung der Bilanz komme die Swiss Life ebenfalls gut voran. Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital erhöhte sich per Ende 2009 auf 7,2 (6,6) Mrd CHF, die Eigenkapitalrendite betrug tiefe 4,0% (5,0%) und die Gruppensolvabilität wird mit 164% ausgewiesen, nach 158% im Vorjahr. Ziel ist hier, bis 2012 eine Rendite von 10 bis 12% zu erreichen.
An der Börse wurde der Zahlenausweis gemischt aufgenommen. Nach anfänglichen Kursverlusten kletterte die Swiss Life-Aktie ins Plus und gewinnt gegen 15 Uhr 0,2% auf 137,60 CHF zu, während der Gesamtmarkt (SMI) um 0,51% zulegt.
mk/ra

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